15/09/2026
Neuer Kunden Reisebericht - ganz lieben Dank an Melissa 😊🐎
Kirgisistan – ein Land, von dem ich vor meiner Reise ehrlich gesagt noch gar nicht so viel wusste. Wenn ich heute an dieReise zurückdenke, muss ich sagen: Es war definitiv ein Abenteuer mit wenig Komfort, dafür aber mit unglaublich vielen
schönen und besonderen Momenten.
Ich bin 20 Jahre alt und habe mich bewusst für diese etwas außergewöhnliche Reise entschieden. Natürlich hatte ich vorher ein bisschen Respekt davor. Ein fremdes Land, mehrere Tage mit dem Pferd unterwegs, Schlafen im Zelt, kein Internet und dazu eine Sprache, die ich selbst nicht spreche. Gerade als junges Mädchen fragt man sich natürlich auch, ob man sich unterwegs sicher fühlen wird. Aber genau das kann ich vorwegnehmen: Ich habe mich während der gesamten Reise sehr sicher und gut aufgehoben gefühlt. Unsere Guides waren sehr freundlich, aufmerksam und hilfsbereit, und auch in der Gruppe habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt.
Wir machten unterwegs einen Zwischenstopp bei einem kleinen Canyon. Obwohl wir dort gar nicht so lange waren, war es schon beeindruckend zu sehen, wie anders die Landschaft hier ist. Alles wirkte viel weiter, ursprünglicher und irgendwie auch wilder als bei uns zu Hause.
Die Vorbereitung und Anreise:
Als Erstes möchte ich mich ganz herzlich beim Pegasus Reisebüro bedanken. Vor der Reise hatte ich natürlich einige Fragen und war teilweise auch etwas unsicher, was genau auf mich zukommen würde. Meine Fragen wurden aber immer geduldig beantwortet und ich hatte nie das Gefühl, dass ich mit meinen Fragen störe.
Von Bischkek ging es dann mit dem Auto weiter Richtung Karakol. Vor uns lagen ungefähr acht Stunden Autofahrt. Das klingt erst einmal ziemlich lange, aber schon während der Fahrt konnte ich die ersten Eindrücke von Kirgisistan sammeln.
In Bischkek angekommen, hat die Abholung vom Flughafen problemlos funktioniert. Dort wurden wir von unserem Veranstalter Milan abgeholt. Er war wirklich sehr nett und hat sich sehr bemüht, mit uns auf Englisch zu kommunizieren.
Sein Englisch war zwar nicht perfekt, aber man hat gemerkt, dass er sich wirklich Mühe gibt, und mit ein bisschen Händen und Füßen hat die Verständigung eigentlich gut funktioniert. Dort wurden wir sehr herzlich empfangen. Die Frau von Milan kümmerte sich am nächsten Morgen um uns und machte ein richtig gutes Frühstück und auch noch Mittagessen für uns. Gerade solche persönlichen Begegnungen fand ich sehr schön..
Wir bekamen unsere Zelte und Schlafmatten und mussten unsere Sachen so packen, dass alles in die Satteltaschen passte.
Das war schon eine kleine Herausforderung, weil man natürlich nicht einfach einen riesigen Koffer mitnehmen konnte.
Danach ging es endlich zu den Pferden.
Gemeinsam mit zwei Guides, einer Übersetzerin und meinen zwei Mitreitern starteten wir in unser Abenteuer.
Ich muss zugeben, dass ich am Anfang schon etwas aufgeregt war. Mehrere Tage mit dem Pferd unterwegs zu sein, ist schließlich etwas anderes als ein normaler Ausritt für ein paar Stunden. Aber ich habe mich sehr schnell an alles gewöhnt und hatte großes Vertrauen in unsere Guides. Sie wussten genau, was sie machen, und haben uns immer wieder geholfen, wenn wir Fragen hatten oder etwas nicht ganz klar war.
Und auch was meine persönliche Sicherheit betrifft, hatte ich wirklich ein gutes Gefühl. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Angst oder das Gefühl, auf mich alleine gestellt zu sein. Gerade weil wir als Gruppe unterwegs
waren und die Guides immer bei uns waren, konnte ich die Reise richtig genießen.
In den nächsten Tagen wurde dann wirklich abgeschaltet – und zwar komplett.
Kein Internet.
Kein Empfang.
Keine Nachrichten.
Kein Instagram.
Aber nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, wie gut das eigentlich tut.
Man schaut nicht ständig aufs Handy, sondern einfach nach vorne. Man unterhält sich mehr miteinander, schaut sich die Landschaft an und lebt irgendwie viel mehr im Moment.
Und die Landschaft war wirklich unglaublich.
Wir ritten durch eine Natur, die teilweise so weit und unberührt wirkte, dass ich oft einfach nur staunen
konnte. Berge, weite Landschaften und diese unglaubliche Ruhe.
Es gab Momente, in denen ich einfach auf meinem Pferd saß und dachte: „Wow, wo bin ich hier eigentlich?“
Solche Augenblicke sind wahrscheinlich genau der Grund, warum man solche Reisen macht.Man muss allerdings ehrlich sagen: Komfort darf man bei dieser Reise nicht erwarten. Wir haben in Zelten geschlafen und auf Schlafmatten gelegen. Auch mit Duschen und anderen Annehmlichkeiten musste man sich etwas zurückhalten.
Aber genau das gehört für mich zu so einer Reise dazu.
Wenn man jeden Tag unterwegs ist, viele Stunden auf dem Pferd verbringt und abends sein Zelt aufbaut, ist man sowieso müde. Dann ist man eigentlich schon froh, wenn man einen Schlafplatz hat und sich hinlegen kann.
Auch beim Essen darf man nicht zu pingelig sein.
Wir haben meistens einfache One-Pot-Gerichte gegessen.
Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war der viele schwarze Tee, den wir während der Reise getrunken haben.
Er gehörte irgendwie zum Alltag dazu und wurde immer wieder angeboten. Gerade wenn es draußen etwas kühler war, war eine warme Tasse Tee wirklich angenehm.
Ein besonderes Erlebnis hatten wir auch dadurch, dass wir zweimal bei Einheimischen zu Gast waren und dort traditionelle Speisen probieren durften. Das fand ich richtig spannend, weil man dadurch nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und das Leben der Menschen kennenlernen konnte.
Dabei durfte man allerdings nicht zu wählerisch sein. Wir hatten die Chance, traditionelle Spezialitäten zu probieren, die für uns zunächst ziemlich ungewohnt waren. Unter anderem konnten wir vergorene Stutenmilch probieren. Das war definitiv eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde. Geschmacklich war es für mich etwas ganz Neues und ehrlich gesagt auch gewöhnungsbedürftig.
Aber genau solche Momente machen für mich eine Reise aus.
Wenn mich heute jemand fragen würde, wie ich meine Reise nach Kirgisistan beschreiben würde, wäre meine Antwort wahrscheinlich: Ein Abenteuer mit wenig Komfort, aber dafür umso mehr Erlebnissen.
Man sollte sich bewusst sein, dass es kein klassischer Urlaub ist. Wer ein bequemes Bett, tägliches Duschen, gutes WLAN und Restaurantessen erwartet, wird wahrscheinlich nicht glücklich werden.
Wer sich aber auf etwas Neues einlassen möchte, gerne draußen ist und keine Angst davor hat, auch einmal auf Komfort zu verzichten, dem kann ich so eine Reise wirklich empfehlen.
Für mich als 20-jähriges Mädchen war es eine ganz besondere Erfahrung. Vor allem habe ich gemerkt, dass ich mich auch weit weg von zu Hause sicher fühlen und auf neue Situationen einlassen kann.
Ich habe wunderschöne Landschaften gesehen, neue Menschen kennengelernt, viel Zeit auf dem Pferd verbracht und gleichzeitig gelernt, wie wenig man eigentlich braucht, um glücklich zu sein.
Pferde in Kirgisistan
Bevor man eine solche Reise macht, sollte man sich auch ein bisschen über die Haltung und den Stellenwert der Pferde in Kirgisistan informieren. Pferde sind dort traditionell keine Haustiere, sondern vor allem Nutz- und Arbeitstiere. Das ist natürlich ein Unterschied zu dem Umgang, den viele von uns aus Europa kennen.
Das hat meiner Meinung nach Vor- und Nachteile. Die Pferde sind unglaublich trittsicher, geländeerfahren und meistens sehr brav und ruhig. Man merkt, dass sie daran gewöhnt sind, lange Strecken in schwierigem Gelände zu gehen. Gleichzeitig werden sie aber nicht unbedingt so „bedüddelt“ und verhätschelt, wie wir es vielleicht
von unseren eigenen Pferden kennen. Die Beziehung zu den Tieren ist einfach eine andere und stärker von ihrem praktischen Nutzen geprägt.
Ich finde, man sollte sich darüber vorher informieren und mit einer offenen Einstellung an die Reise herangehen. Es ist eine andere Kultur und damit auch ein anderer Umgang mit Pferden. Für mich war es interessant, diesen Unterschied selbst zu erleben und dadurch auch meine eigene Sichtweise ein bisschen zu er weitern.
Melissa
Link zum Programm: www.reiterreisen.com/av-wkgri01.htm
Alle Kundenberichte unter: https://www.reiterreisen.com/pegasus/d/reiturlaub/community/reiturlaub_kunden