14/06/2026
Eine kleine Rundreise zu einer eher unbekannten Sehenswürdigkeit: Burg Reichenberg oberhalb des Murrtals:
https://www.leo-bw.de/en/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/1514/Reichenberg++Oppenweiler+WN 1231 mons in Richenberg, 1245 (Kopialüberlieferung 15. Jahrhundert) Castrum Richenberg. Siedlung im Anschluss an die Burg Reichenberg entstanden, teils auf dem Sattel, der den Burgberg mit dem Keuperbergland verbindet, teils am Fuß des Berges. Stift Backnang war 1245 hier begütert und erwarb 1345 einen freien Hof dazu. Die Burg Reichenberg wurde vor 1231 von den Markgrafen von Baden zur Sicherung ihres Besitzes in der Gegend auf einem vom Stift Backnang zurück erworbenen Gelände gebaut. Markgraf Hermann V. https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_V._(Baden). Die Burg kam 1297 samt dem Besitz der Herren von Reichenberg, wohl badische Dienstleute, zwischen 1230 und 1369 nachweisbar, als Heiratsgut an Württemberg. Im Reichskrieg 1310/13 gegen Eberhard den Erlauchten war Reichenberg dessen letztes Bollwerk. Nach kurzfristiger Verpfändung an die Nothaft 1439 und vorübergehendem Verkauf wurde die strategisch wertlos gewordene Burg Amtssitz für ein Unteramt des Amts Backnang. Seit 1519 Sitz des württembergischen Forstmeisters für den Reichenberger Forst. Ab 1888 Fürsorgeheim, seit etwa 1920 von der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart gemietet als »Landheim für Frauen und Mädchen«. Die Burg ist ganz erhalten mit Bergfried und Schildmauer aus staufischer Zeit und romanische Schlosskapelle (1706: zum Hl. Nikolaus). Vor 1800 bildete Reichenbach mit Parzellen und Strümpfelbach eine von Oppenweiler aus versehene Pfarrei.
Burg Reichenberg Oppenweiler-Reichenberg (Rems-Murr-Kreis) Interaktive Karte aller Modelle Fotos: Christoph Steffen 2023 © Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart