10/06/2026
BdZ-Biber für Aralandia
Die vom Zoo-Verein Wuppertal finanzierte und gebaute Artenschutz- und Freiflugvoliere Aralandia ist mit dem „BdZ-Biber 2025“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preis würdigt der Berufsverband der Zootierpfleger e.V. (BdZ) herausragende Tierhaltung und -präsentation. Aralandia ist die erste Anlage im Grünen Zoo Wuppertal, die mit dem BdZ-Biber ausgezeichnet wurde.
Unter lautem Gekrächze der Hyazinth-Aras wurde die Auszeichnung am 8. Juni in Aralandia feierlich übergeben. Vertreter und Vertreterinnen des BdZ, des Grünen Zoos Wuppertal und des Zoo-Vereins hoben die besondere Bedeutung der Anlage hervor: Aralandia verbindet moderne Tierhaltung mit Natur- und Artenschutz, wissenschaftlicher Forschung und Umweltbildung.
„Wir sind gespannt, ganz hochoffiziell zu erfahren, wie wir zu dieser großen Ehre des BdZ-Bibers kommen“, eröffnete Bruno Hensel, 1. Vorsitzender des Zoo-Vereins Wuppertal, den Festakt.
Die Begründung lieferte Dennis Teutenberg, Vorsitzender des Biber-Komitees. Der BdZ-Biber zeichne Zoos aus, die mit innovativen und zukunftsweisenden Tierhaltungen neue Maßstäbe setzen. Bei der Bewertung stehen drei Kriterien im Mittelpunkt: die Tierhaltung aus Sicht der Tiere, die Anlage aus Sicht der Besucherinnen und Besucher sowie die Arbeitsbedingungen für die Tierpflegenden. Aralandia habe in allen Bereichen überzeugt.
Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz betonte die Besonderheit des Projekts: „Dass eine Voliere dieser Größenordnung von einem Zoo-Verein geplant, gebaut und finanziert wurde, ist wohl einmalig.“ Zugleich verwies er auf die langfristigen Ziele der Anlage. Sein Traum sei es, künftig jährlich 50 bis 100 Hyazinth-Aras für Wiederansiedlungsprojekte bereitstellen zu können.
Auch Sebastian Manickam, 1. Vorsitzender des BdZ, würdigte Aralandia als Beispiel für gelebten Artenschutz und gratulierte zum „Oscar des Gehegebaus“. Andreas Haeser-Kalthoff, Geschäftsführer des Zoo-Vereins Wuppertal und damaliger Projektleiter, erinnerte an die lange Entwicklungszeit des Projekts. Erste Überlegungen habe es bereits 2012 gegeben, von Beginn an seien die Tierpflegenden eng mit eingebunden gewesen.
Welche Bedeutung Aralandia für die Forschung hat, erläuterte Dr. Dominik Fischer, Forschungskurator im Grünen Zoo, mit einem Augenzwinkern: „Wir haben gelernt, was alles nicht arasicher ist.“ Inzwischen seien zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten entstanden, die unter anderem wertvolle Erkenntnisse über das Paarbildungsverhalten der bedrohten Papageien liefern.
Die Auszeichnung mit dem BdZ-Biber 2025 ist für alle Beteiligten eine besondere Anerkennung ihres Engagements für den Grünen Zoo Wuppertal sowie für den internationalen Natur- und Artenschutz.
In Aralandia leben Hyazinth-Aras, Sonnensittiche, Chileflamingos, Südliche Pudus (und demnächst auch Goldkopflöwenäffchen) gemeinsam in einer für Besucherinnen und Besucher begehbaren Voliere. Als sogenannte Hochzeitsvoliere soll Aralandia zur Verbesserung der Zuchterfolge bei den bedrohten Hyazinth-Aras beitragen.