21/05/2026
🦈🇪🇬 Überraschende Sichtung eines Makohais nahe den Stränden des Roten Meeres – was ist wirklich passiert?
Breite Kontroverse zwischen Befürwortern, Gegnern und Kritikern über die Art und Weise des Umgangs mit dem Vorfall … beim Fang des Hais in Al-Qusayr, nachdem er sich dem Strand genähert hatte
Nachrichten über Haie entlang der Küste des Roten Meeres verbreiten sich immer wieder blitzschnell und lösen oft Panik aus. Die Informationen über diesen konkreten Vorfall, der sich in unmittelbarer Nähe von Ferienorten ereignete, haben jedoch einen etwas genaueren Hintergrund als das, was in sozialen Netzwerken kursiert.
Hier sind die Details, was genau passiert ist, Fakten über Makohaie und die Geschichte ihres Vorkommens in dieser Region.
➡️ 1. Warum wurde der Hai gefangen?
Der Hai wurde in der Nähe der Strände der Stadt Al-Qusayr (Kuseir) gefangen, etwa 80 km südlich von Safaga (und rund 130 km von Hurghada entfernt).
Der Grund für den Eingriff war nicht, dass der Hai jemanden angegriffen hätte. Es handelte sich um ein etwa 3 Meter langes Männchen eines Makohais, das in sehr flaches Wasser direkt an einem stark besuchten Strand gelangte. Da die Anwesenheit eines so großen Raubtiers in einer Badezone ein unmittelbares Risiko für Schwimmer darstellte, wurde er von lokalen Fischern und Naturschützern gefangen.
Der Hai wurde nicht getötet oder aus Rache entfernt, sondern zum Institut für Meeresforschung und Fischerei (NIOF) in Hurghada gebracht. Dort untersuchen Biologen nun sein Verhalten, seinen Gesundheitszustand und den Mageninhalt, um herauszufinden, warum er sich dem Ufer genähert hat. Häufige Gründe sind Verletzungen, Krankheiten oder Nahrungssuche aufgrund von Fischmangel im offenen Meer.
Einige Experten spekulierten zunächst sogar, ob es sich eventuell um einen Schwarzspitzen-Riffhai gehandelt haben könnte, aber später wurde er als Makohai identifiziert.
➡️ 2. Wie gefährlich ist der Makohai für Menschen?
Der Makohai (Isurus oxyrinchus) ist ein faszinierendes Tier – er gilt als der schnellste Hai der Welt und kann Geschwindigkeiten von über 70 km/h erreichen.
Er lebt normalerweise im offenen, tiefen Meer und gehört nicht in Küstennähe oder flache Gewässer.
Für Menschen ist er potenziell gefährlich aufgrund seiner Größe, Geschwindigkeit und kräftigen Zähne. Allerdings sucht er Menschen nicht gezielt auf. Wenn er sich in Küstennähe befindet, ist er meist verwirrt, orientierungslos oder auf Nahrungssuche. In seltenen Fällen kann sein Jagdinstinkt durch Bewegungen im Wasser ausgelöst werden.
➡️ 3. Bekannte Makohai-Vorfälle im Roten Meer
Makohai-Angriffe sind weltweit und auch lokal extrem selten, wurden aber in Ägypten in Einzelfällen dokumentiert:
○ Dezember 2024 (Marsa Alam): Ein tragischer Vorfall, bei dem ein Makohai zwei italienische Touristen angriff, einer davon starb. Eine Kommission führte dies auf Nahrungsknappheit durch Überfischung zurück.
○ Dezember 2010 (Sharm El Sheikh): Bei einer Serie von Haiangriffen waren laut Experten unter anderem ein Makohai und ein Weißspitzen-Hochseehai beteiligt.
○ September 1974 (Eilat): Einer der ersten wissenschaftlich bestätigten Makohai-Angriffe im Roten Meer.
📌 Zusammenfassung:
Die ägyptischen Behörden reagieren sehr streng auf solche Vorfälle, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten. Der Fang in Al-Qusayr war eine reine Vorsichtsmaßnahme.
Für das Baden an Hotelstränden in Hurghada gilt weiterhin: normale Vorsicht, aber kein Grund zur Panik.
💬 Was denkt ihr darüber? Sollte man solche Tiere sofort fangen oder lieber in Ruhe lassen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!