Lage
Der Sessellift „Kalcheralm“, der Jaufenlift GmbH, befindet sich direkt am Jaufenpass. Der Gebirgspass Jaufen verbindet auf einer Höhe von 2094m ü.d.M. Leonhard mit dem Wipptal bei Sterzing. Mit einer Länge von 39km ist die Jaufenpassstraße die kürzeste Verbindung zwischen der Südtiroler Touristenhochburg Meran (325 m) und Sterzing (948 m). Das Skigebiet Kalcheralm ist Teil des Skigebietes Ra
tschings-Jaufen, das zu der Gemeinde Ratschings gehört. Die Anlage Kalcheralm grenzt samt Pisten direkt an die Jaufenpassstraße. Der Kalcheralmlift kann sowohl über die Jaufenpassstraße, als auch über die Liftanlagen der Ratschings-Jaufen GmbH erreicht werden. Die Jaufenpassstraße ist auch im Winter, bis auf wenige Tage im Jahr, für den Verkehr geöffnet. Gästen, die das Skigebiet mit dem Privatfahrzeug erreichen möchten, stehen ausreichend Parkplätze nahe der Bergstation zur Verfügung. Das Skigebiet Kalcheralm gilt aufgrund seiner Höhenlage von 1.832 bis 2.022 m ü.d.M. und seiner geografischen Lage als schneesicher. Der Jaufenpass ist der nördlichste inner-italienische Alpenpass, der die Sarntaler Alpen im Süden und die Stubaier Alpen im Norden verbindet. Seine geografische Ausrichtung begünstigt vermehrt eine Südstaulage, die meist für niederschlagsreiche Winter sorgt. Zweckbestimmung
Die Anlage weist eine mittlerer Neigung von 20,8% auf und ist somit für Anfänger und weniger geübte Skifahrer als Übungslift besonders gut geeignet. Die dazugehörenden Skipisten sind breit und bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, sodass sich jeder Skigast das geeignete Gefälle aussuchen kann. Die Pisten sind sehr übersichtlich und daher besonders für Familien mit Kindern geeignet. Es besteht keine Gefahr, dass Kinder aus Unachtsamkeit zu anderen Liftanlagen gelangen. An der Talstation erwartet die Skigäste eine beliebte, traditionsreiche Gaststätte. Ziele der geplanten Erneuerung
Um den Anforderungen eines modernen Skigastes gerecht zu werden und damit wettbewerbsfähig zu bleiben, bestand die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Liftanlage. Alle Liftanlagen des Skigebietes Ratschings wurden mit der Zeit modernisiert. Um den Anschluss an das Skigebiet Ratschings nicht zu verlieren, war eine Erneuerung der Liftanlage Kalcheralm unabdingbar. Die Neuanlage passt sich durch eine erhöhte Förderleistung an die der Nachbaranlagen an. Die Fahrtzeit reduziert sich auf die Hälfte. Der kuppelbare Lift erhöht die Sicherheit und den Komfort für alle Skigäste. Die Anlage muss weniger oft verlangsamt oder ausgeschalten werden, wodurch sich die Fahrtzeit zusätzlich reduziert. Touristische Bedeutung
Sowohl in der Gemeinde Ratschings als auch im Passeiertal ist der Tourismus der bedeutende Wirtschaftszweig. Der Großteil der Bewohner lebt von den Gästen, besonders von den Wintergästen. In beiden Tälern gibt es zahlreiche Hotels, Pensionen (mit ca. 6600 Betten) und Gastbetriebe. Im Winter ist das weitläufige Skigebiet Ratschings-Jaufen ein Anziehungspunkt für zahlreiche Wintersportler. Eine vollautomatische 8er Kabinenbahn bringt den Gast auf 2.150 m ü.d.M. Oben angekommen erwarten den Skigast über 8,7 km Liftanlagen und über 25 km Pisten. Um den Gast diesen Komfort zu bieten, wurde in den letzten Jahren zusehends investiert und modernisiert. Das Skigebiet Jaufen ist ein Gebiet mit Tradition. Bereits in den 50er Jahren wurde am Jaufen Ski gefahren, damals wurden die Gäste noch mit einem Schlepplift transportiert. Auch sehr viele Einheimische haben das Ski fahren am Jaufen gelernt. 2007 übernahm die Firma Jaufenlift GmbH den Kalcheramlift. Heute präsentiert sich das Unternehmen als Familienbetrieb, dem die Zufriedenheit der Gäste besonders am Herzen liegt. Durch besondere Angebote (Riesenslalomtorlauf, Zeitmessstrecke, Geschwindigkeitsmessstrecke, Zauberteppich, Organisation von Rennläufen mit Zeitmessung) konnte die Attraktivität der Anlage bereits gesteigert werden. Nicht unweit der Piste, direkt an der Jaufenpassstraße gelegen, befindet sich ein Gasthaus. Anstelle des alten Gebäudes soll hier in nächster Zukunft ein neues, modernes Hotel entstehen. Verbaut soll eine Fläche von 63.000 Quadratmetern werden, insgesamt haben 180 Betten Platz. Durchführung der Arbeiten
Der Neubau des Sesselliftes erforderte keine wesentlichen Eingriffe in die Almlandschaft. Die Anzahl der Stützen konnte reduziert werden, wodurch sich das Landschaftsbild positiv veränderte. Die Stationsgebäude sind gut in die Landschaft eingefügt. Optisch wurde das Gebäude der Talstation, anhand einer Holzverkleidung, der nahegelegenen Alm „Kalcheralmhütte“ angepasst. Die Almböden bieten bereits von Natur aus gute Pistenverhältnisse und wurden daher durch die Erneuerung des Liftes „Kalcheralm“ nicht verändert.