10/22/2026
Ich dachte, ich würde Menschen San Francisco zeigen. Inzwischen zeigen sie mir, wie viel ich selbst noch entdecken kann.
Als ich 2019 FRANK-IN-CISCO gründete, wollte ich meine Begeisterung für diese außergewöhnliche Stadt mit anderen teilen. Ihre Geschichte erzählen, ihre Geheimnisse zeigen und Menschen verstehen lassen, warum San Francisco für mich so besonders ist.
Das mache ich heute noch genauso gerne. Aber in den letzten Jahren hat sich meine Arbeit weiterentwickelt, und besonders in den vergangenen Monaten habe ich das immer deutlicher gespürt.
Neben Familien, Paaren und Urlaubern begleite ich inzwischen auch internationale Unternehmensgruppen und Delegationen aus Politik, Wirtschaft und Bildung.
Vor Kurzem durfte ich, engagiert von Microsoft, beispielsweise 15 Frauen in deutschen Führungspositionen durch San Francisco führen. Dazu kamen Begegnungen mit einer Delegation und Ministern aus Bayern und Rheinland Pfalz und Menschen aus ganz unterschiedlichen internationalen Unternehmen.
Was mich daran besonders begeistert, sind die Gespräche, die dabei entstehen.
Plötzlich unterhalten wir uns nicht nur über die Goldgräber, die Hippies oder die Entstehung von Silicon Valley, sondern auch über künstliche Intelligenz, gesellschaftliche Veränderungen und die Frage, wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden.
Und diese Neugier begleitet mich inzwischen auch außerhalb meiner Touren. Ein Vortrag eines Wissenschaftlers, der sich mit der Zukunft unserer Gesellschaft und künstlicher Intelligenz beschäftigt, und ein langes persönliches Gespräch mit einem Technologieexperten und Zukunftsforscher haben mir gerade erst wieder unglaublich viele neue Denkanstöße gegeben.
Ich merke, wie sich dadurch auch meine Stadtführungen verändern. Ich stelle andere Fragen, entdecke Zusammenhänge, die ich früher nicht gesehen habe, und bekomme selbst immer wieder neue Perspektiven auf diese Stadt.
Denn San Francisco ist nicht nur eine Stadt mit einer faszinierenden Vergangenheit. Es ist auch ein Ort, an dem unsere Zukunft mitgestaltet wird. Und genau dieser Gegensatz zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft macht die Stadt für mich so spannend.
Natürlich erzähle ich weiterhin mit Begeisterung die Geschichten, wegen denen Menschen nach San Francisco kommen. Aber inzwischen kommen immer mehr Geschichten dazu.
Und das Schönste daran? Dieser Austausch funktioniert in beide Richtungen.
Meine Gäste entdecken San Francisco. Und durch meine Gäste entdecke ich diese Stadt, ihre Menschen und manchmal sogar mich selbst immer wieder neu.