20/07/2021
Unsere Speicher waren am Wochenende während des Starkregenereignisses randvoll 🌊 Zum Glück haben wir in den vergangenen Jahren weitere Speicherbecken und -kanäle in Wien errichtet. Dadurch konnten größere Schäden in den betroffenen Gebieten verhindert werden. Hier auf dem Bild seht ihr das Speicherbecken Simmering. So sieht es aus, wenn es nicht regnet 😉
Die schweren Unwetter vom Wochenende haben in Österreich große Schäden angerichtet. In Wien sind die Schäden zum Glück vergleichsweise gering, dennoch waren die Einsatzkräfte am Wochenende enorm gefordert: über 1.500 Einsätze verzeichnete etwa die Wiener Berufsfeuerwehr. Auch die Wiener Infrastrukturbetriebe von den Wiener Netzen bis hin zu Wien Kanal mussten zu vielen Einsätzen ausrücken.
Um euch die Dimension der Regenfälle zu verdeutlichen: Sämtliche Speicher von Wien Kanal wie jene in Simmering (siehe Foto, im leeren Zustand) oder im Wiental wurden randvoll gefüllt. Gemeinsam haben sie ein Fassungsvolumen von insgesamt 210 Millionen Liter Wasser. Optimierungen in der Kanalnetzsteuerung, einem aufwändigen elektronischen Abwasser-Steuersystem, schaffen zusätzliche Speichermöglichkeiten im bestehenden Kanalnetz. Insgesamt können wir in ganz Wien bis zu einer halben Milliarde Liter Wasser in unseren unterirdischen Bauwerken zwischenspeichern. Absolute Sicherheit, wie der vergangene Regen gezeigt hat, gibt es aber nicht. 30 mal mussten die Kanalarbeiter am Samstag und Sonntag ausrücken, um den Abfluss der Wassermassen sicherzustellen oder Verstopfungen zu beheben.
Mein großer Dank geht an alle Kolleginnen und Kollegen, die am Wochenende für die Sicherheit der Wienerinnen und Wiener im Einsatz waren bzw. in den nächsten Tagen noch weiter sind!
Extreme Wettereignisse wie Starkregen haben für die Bevölkerung enorme Folgen, wie wir gesehen haben. Durch die Klimakrise steigt die Wahrscheinlichkeit für solche Ereignisse, auch für Hitze- und Trockenperioden, wie wir sie in den vergangenen Wochen erlebt haben. Daraus folgt, dass wir auf allen Ebenen zwei zentrale Aufgaben haben: einerseits müssen wir die Bevölkerung mit Klima-Anpassungsmaßnahmen bestmöglich vor den Auswirkungen der Klimakrise schützen und den Menschen jede Unterstützung und Hilfe leisten, die sie im Katastrophenfall brauchen. Andererseits muss uns allen klar sein, dass diese Extremereignisse mit der Klimakrise zusammenhängen und wir alles dafür tun müssen, die Erderwärmung aufzuhalten. Dafür ist noch viel Bewusstseinsbildung notwendig und dafür braucht es uns alle. Ich bin überzeugt davon, dass wir das gemeinsam schaffen, so wie wir auch in anderen Krisen zusammenhalten. Mir ist bewusst, was auf dem Spiel steht und was wir durch die Klimakrise verlieren können. Aber es gibt noch viel, viel mehr, was wir gewinnen können, wenn wir uns dieser Herausforderung stellen!