13/07/2026
Am Sonntag im Auftrag des Liechtensteiner Alpenvereins mit einer Wandergruppe im Pizolgebiet unterwegs – Ziel: der Garmil.
Per Gondel ab Wangs nach Gaffia, von dort zu Fuss auf dem Höhenweg zum Gipfelkreuz des Garmil. Bereits kurz nach der Gondelstation empfängt einen die Karstlandschaft: rau gefurchte, scharfkantige Kalkfelsen, geformt durch leicht saures Regenwasser, das den Kalkstein über Jahrtausende aufgelöst hat. Natur als Bildhauer.
Auf dem Garmil dann eine längere Mittagsrast – ein leichter Wind sorgte für angenehme Kühle und machte den Platz zu einem der schönsten Rastplätze, den eine Wandertour bieten kann. Die Rundsicht ins Rheintal, auf unzählige Gipfel bis über die Landesgrenze – einfach atemberaubend.
Und dann die Geologie-Geschichte, die fast niemand kennt: Vom Garmil aus kann man nach Afrika schauen – natürlich nur im geologischen Sinne! Die Drei Schwestern im Nordosten bestehen aus Gestein, das im afrikanischen Küstenbereich des Urmittelmeeres entstanden ist (Ostalpin). Wir selbst standen auf dem Helvetikum. Und der Falknis oberhalb von Fläsch? Der gehört zum Penninikum – einstigem Tiefseebereich des Urmeeres. Ein einziger Blick – und die ganze Geschichte der Erdplatten wird sichtbar.
Ab dem Garmil – über Alp Vermii, Fürggli bis zurück zur Furt – hatten wir den Weg dann ganz für uns. Stille, Berghang, Wald. Der perfekte Abschluss eines Sonntagsausflugs.
Habt ihr gewusst, dass man von einem Schweizer Berggipfel nach Afrika schauen kann? 🌍🪨
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