Wanderleiter Thomas Näf

Wanderleiter Thomas Näf Nach einem Jahr Ausbildung durch den BAW ist es soweit: seit April 2016 bin ich diplomierter Bündner Wander- und Schneeschuh-Tourenleiter BAW.

🏔️ Pfingsten am Regitzerspitz – Fairtrail in AktionHeute war ich mit Fairdinand unterwegs – dem Botschafter für mehr Res...
25/05/2026

🏔️ Pfingsten am Regitzerspitz – Fairtrail in Aktion
Heute war ich mit Fairdinand unterwegs – dem Botschafter für mehr Respekt auf Graubündens Wegen. Was viele nicht wissen: Es gibt kein generelles Bikeverbot auf Wanderwegen. Statt auf Verbote setzt Graubünden auf Sensibilisierung und gegenseitige Toleranz – und das erlebt man draussen spürbar.
Besonders gefreut hat mich der Austausch mit dem Vorsteher von Balzers und Mitgliedern des Grossen Rats Graubünden – denn solche Begegnungen zeigen: Das Thema ist angekommen, auch in der Politik.
Platz hat es genug auf unseren Wegen. Man muss ihn nur machen. 🤝

23/05/2026

Es war eine ambitionierte Idee, in den Alpen den hier einst heimischen Bartgeier wieder anzusiedeln. 1978 beschlossen Fachleute aus mehreren europäischen Ländern, dass dafür nicht Wildtiere eingefangen und umgesiedelt werden sollten. Junge Bartgeier aus Zoos und Tierparks sind die Eltern der Vögel, die wir jetzt wieder fast auf jeder Wanderung im entdecken. Von den vier zu Beginn ausgewählten Auswilderungsorten zeigen die Nachkommen hier den höchsten Bruterfolg. Auch jetzt trainieren 6 Jungvögel im Parkgebiet ihre Flügel. Im Juni werden sie ausfliegen. Wir alel drücken ihnen die Daumen.
https://nationalpark.ch/flora-und-fauna/bartgeier/
https://bartgeier.ch/

Auffahrtstag in Pontresina – und der König der Alpen lässt sich nicht lumpen.Morgens 10 cm Neuschnee, grauer Himmel, kau...
15/05/2026

Auffahrtstag in Pontresina – und der König der Alpen lässt sich nicht lumpen.

Morgens 10 cm Neuschnee, grauer Himmel, kaum Besucher. Genau das richtige Wetter für eine Frühlingswanderung zu den Steinböcken.

Die Böcke sind trotzdem runtergekommen – oder vielleicht genau deswegen. Geduldig haben sie das frische, junge Gras unter dem Neuschnee freigescharrt und gefressen. Keine Hektik, keine Ablenkung. Nur Tier und Moment.

Schlechtes Wetter hat seinen Preis – aber auch seinen Lohn. Weniger Menschen bedeutet mehr Wildnis. Wer bereit ist, ein bisschen Schnee in Kauf zu nehmen, erlebt die Natur so, wie sie wirklich ist.

Habt ihr auch schon Erfahrungen gemacht, bei denen „schlechtes Wetter" zum besten Teil der Tour wurde?

Der Freiheit entgegen – Wandern erleben


Achtung!
05/05/2026

Achtung!

Wegsperrung Mühlaubrücke wegen Einsturzgefahr

slowUp Werdenberg - Liechtenstein          ch
03/05/2026

slowUp Werdenberg - Liechtenstein

ch

Gestern Abend (1. Mai) auf dem Schönberg (2104 m ü.M., Malbun) – eine dieser Touren, die man so schnell nicht vergisst.Z...
02/05/2026

Gestern Abend (1. Mai) auf dem Schönberg (2104 m ü.M., Malbun) – eine dieser Touren, die man so schnell nicht vergisst.
Zwischen dem Sonnenuntergang hinter der Lütispitz und dem Mondaufgang hinter dem Ochsenkopf lagen rund 30 Minuten – und genau diese 30 Minuten haben die Gruppe spürbar berührt. Keine grosse Worte, einfach Natur pur.
Nach dem Sonnenuntergang wurde es rasch kühl – ein gutes Stichwort für die richtige Ausrüstung auf Abendtouren. Dafür entschädigte der Vollmond umso mehr: Der noch vorhandene Schnee reflektierte das Mondlicht so stark, dass der gesamte Abstieg ohne Stirn- oder Taschenlampe problemlos möglich war. Ein Erlebnis, das die Gruppe als kleines Abenteuer für sich entdeckt hat.
Solche Momente machen die Arbeit als Wanderleiter aus – wenn die Natur die Führung übernimmt.


Was gut ist, wird noch besser!
29/04/2026

Was gut ist, wird noch besser!

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"Sich über ihren Leichtsinn zu empören, ist allzu einfach."Die NZZ hat heute einen Kommentar publiziert, der mich als Wa...
08/04/2026

"Sich über ihren Leichtsinn zu empören, ist allzu einfach."

Die NZZ hat heute einen Kommentar publiziert, der mich als Wanderleiter direkt anspricht. Anlass: die Lawinentoten dieses Winters – darunter Snowboardlegende Ueli Kestenholz.

Die gesellschaftliche Reflexreaktion kennen wir alle: Wer bei Lawinengefahrenstufe 4 in den Steilhang fährt, handelt unverantwortlich. Punkt.

Aber stimmt das wirklich?

Das Risiko, das die Gesellschaft als akzeptabel bewertet, ist nicht dasselbe Risiko, das ein ausgebildeter Bergsportler mit den nötigen Kenntnissen vor Ort einschätzt. Wissen verändert die Wahrnehmung von Gefahr.

Und: Ein Risiko bewusst einzugehen hat einen echten, hohen Wert. Es fördert Selbstwirksamkeit, Resilienz – und schützt davor, seelisch zu verhungern.

Allerdings gilt: Extremsportler streben nach Leistung, nicht nach dem Tod. Sie gehen ins Risiko trotz der Gefahr – und reduzieren es mit ihrem Können auf ein akzeptierbares Mass. Das ist der entscheidende Unterschied.

Als Wanderleiter erlebe ich diese Abwägungen täglich – mit Gästen, im Gelände, in der Tourenplanung. Eigenverantwortung ist kein Freifahrtschein. Aber sie ist das Fundament jeder echten Naturerfahrung.

Was denkt ihr? Wo zieht ihr die Grenze zwischen Eigenverantwortung und Leichtsinn?


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Plaz 300
Bivio
7457

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