10/05/2026
Dieses Video zu posten kostet mich ehrlich gesagt Überwindung.
Ich habe lange überlegt, ob ich es überhaupt teilen soll, vor allem weil wir Frauen oft gelernt haben, uns erst dann zu zeigen, wenn wir uns „perfekt“ fühlen.
Und mir ist wichtig zu sagen, dass ich mit diesem Reel niemanden triggern oder jemandem zu nahe treten möchte. Das hier sind keine Wahrheiten über andere Frauenkörper, sondern einfach meine eigenen Gedanken und Unsicherheiten, mit denen ich selbst manchmal kämpfe.
Gerade jetzt zur Bikini-Saison und gerade heute am Muttertag merke ich wieder, wie schnell man sich selbst kritisiert und plötzlich nur noch sieht, was angeblich nicht schön genug ist.
Zu viel Bauch, Doppelkinn, zu dünne Haare, zu dicke Arme, zu wenig Oberweite, nicht straff genug.
Dabei vergesse ich selbst oft am meisten, was mein Körper eigentlich schon alles geleistet hat. Mein Körper hat gekämpft, als mein Rücken lange nicht mehr konnte, und trotzdem durfte ich zwei Schwangerschaften erleben, zwei Kinder natürlich zur Welt bringen und insgesamt 18 Monate stillen.
Und trotzdem bin ich oft meine eigene grösste Kritikerin.
Vielleicht frage ich mich deshalb auch manchmal, was überhaupt perfekt ist und wer eigentlich entschieden hat, wie ein Frauenkörper aussehen sollte.
Social Media, Werbung, andere Menschen oder einfach diese Stimme im Kopf, die immer noch etwas findet, das nicht gut genug ist.
Warum sehen wir unsere Problemzonen oft stärker als all das, was unser Körper jeden einzelnen Tag für uns macht?
Wenn wir gesund sind, reisen können, unsere Kinder tragen dürfen, lachen, leben und Erinnerungen sammeln können, warum fühlt sich das manchmal trotzdem nicht genug an?
Vielleicht sitzen diese Gedanken auch deshalb so tief, weil Frauen sie über Generationen weitergetragen haben, fast schon epigenetisch.
Und vielleicht dürfen wir uns selbst einfach etwas mehr Akzeptanz schenken und unsere innere Kritikerin ab und zu mal in die Ferien schicken. 🤍