Kurzbeschrieb der Zunft zur Meisen
Berufe: «Wynschencken, Wynrueffer, Wynzuegel (Fasszieher), Sattler,
Maler (Flach- und Kunstmaler) und Underkäuffer»
Hintergrund: Die ursprüngliche Bezeichnung für die Meise war die «Zunft zum Winlütten». Nachdem die «Stube» nach und nach zu eng
geworden war, liess sich die einflussreiche Z
unft
in der Mitte des 18. Jahrhunderts am Münsterhof ein barockes
Palais bauen. Wappen: In Blau eine widersehende golden-schwarze
Meise auf zwei links über rechts gekreuzten goldenen
Fasshahnen. Mit der Zeit verschmolzen das ursprüngliche
Zunftwappen (Fasshahnen) mit dem Meisen-Wappen
zur heute bekannten Form. Besonderheiten: Mit 230 Partizipanten und 40 Gesellschaftern ist die
Zunft zur Meisen die grösste Zunft. Die Meisenzünfter «reiten» nachts auf ausrangierten Stühlen
ihres Zunftlokals quer über den Münsterhof zur Waag
(bzw. alternierend auch umgekehrt), in deren Zunftstube sich
die beiden Zunftmeister ein Rededuell liefern. Umzugssujet: Mitte des 18. Jahrhunderts: Der grosse Harst der
Meisen-Zünfter tritt als Bürger auf. Der Zunftmeister und
sein Stab geben eine Vorstellung davon, wie Bürgermeister
und Rat mit weisser Halskrause und feierlich schwarzem Habit
am Schwörsonntag ins Rathaus eingezogen sind. Die Reitergruppe präsentiert sich als Zürcher Dragoneroffiziere. Die Jungzünfter und die Kindergruppe tragen die Wehntaler-
tracht.