14/04/2026
5 Stunden Zugfahrt ab Zürich. Und du stehst im italienischen Paradies.
Ich merke es gerade in vielen Gesprächen mit Kunden, dass Fernreisen sich für einige nicht mehr ganz so selbstverständlich anfühlen wie früher. Nicht unbedingt, weil die Lust fehlt, sondern eher, weil im Aussen gerade viel los ist und sich dadurch auch das eigene Gefühl zum Reisen ein bisschen verändert.
Reisen war für mich noch nie nur eine Frage der Distanz. Es ging immer darum, irgendwo wirklich anzukommen und nicht einfach nur weit weg zu sein.
Und genau deshalb denke ich im Moment oft an solche Orte.
Du steigst in Zürich in den Zug, hast keinen Stress, kein Gedränge am Flughafen. Du sitzt einfach da, schaust aus dem Fenster und merkst, wie sich die Landschaft langsam verändert. Und irgendwann, ganz unbemerkt, stellt sich dieses Gefühl ein, dass du unterwegs bist, aber auf eine sehr ruhige, angenehme Art.
Und ein paar Stunden später stehst du an der italienischen Riviera.
Kleine Dörfer, die sich an die Küste schmiegen, grüne Hügel im Hinterland, das Meer direkt vor dir und natürlich dieses einfache, ehrliche italienische Lebensgefühl mit gutem Essen, einem Glas Wein und Zeit.
Gerade Orte wie Camogli, Portofino oder die Cinque Terre haben für mich einen ganz eigenen Zauber, jeder auf seine Art.
Und vielleicht ist es genau deshalb auch eine Reise, die ich selbst immer wieder mache. Mindestens einmal im Jahr zieht es mich dorthin. Dieses Jahr bin ich im Mai wieder dort, gemeinsam mit meinen Eltern. Mit dem Zug runter nach Genua, eine kleine Wohnung direkt am Meer und dann einfach losziehen.
Mal gar nichts tun, mal mit dem Zug entlang der Küste fahren, von Dorf zu Dorf. Das ist dort so wunderbar einfach. Jedes kleine Örtchen hat seinen eigenen Bahnhof und weil alles so steil ist, kommst du mit dem Auto sowieso gar nicht überall hin.
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