22/02/2018
Ciudad Perdida / Day 2 / Camp 1 - Camp 3
Es war mitten in der Nacht, noch dunkel - der Guide rief "Las Cervezas". Jeder wusste: Zeit zum Aufstehen. Es war kurz nach 5 - ok eigentlich nichts, was uns im Alltag aus der Bahn werfen würde - aber trotzdem... der erste Tag saß leicht in den Knochen. Wir standen auf, es gab Frühstück - leckere Arepas, Rührei und wie immer was Obst. Zähne putzen, packen, loslaufen. Es stand uns ein harter Tag bevor. Fast nur bergauf. 15km. Wir würden lange unterwegs sein, der härteste Teil kurz nach dem Mittagessen. Die Vegetation war atemberaubend und hier und da sahen wir die ersten indigenen Menschen in ihren weißen Klamotten, barfuß. Uns schmerzten die Füße mit Schuhen!!! Die Mittagspause begann früh (es war 10:30 Uhr) und wir kühlten uns im Fluss ab. Nach dem Essen hieß es Rucksäcke auf und weiter. Uns stand der härteste Teil bevor. Man sah jedem den Respekt in den Augen an. Es ging los, es war heiß, es war hart. Die Luftfeuchtigkeit war unfassbar hoch. Wir quälten uns Stück für Stück tiefer in den Urwald, immer weiter hoch. Nach Stunden - wir wissen nicht mehr wie lange - kamen wir in Camp 3 an. Wir trafen andere Gruppen, das Camp war größer, es war deutlich kälter. Es erinnerte uns ein bisschen (vielleicht nicht in Bezug auf die Temperaturen, aber den Rest) an ein Trekking Camp im Himalaya, dass wir mal im Fernsehen gesehen hatten. Kaum einer ging im Fluss schwimmen, es war zu kalt. Selbst die Dusche fiel noch kürzer aus als am Vortag. Das Abendessen war wie immer großartig und das Bier/die Gatorade waren perfekt für Körper und Seele. Der Abend endete ausgelassen, aber auch früh - das Highlight stand am nächsten Morgen bevor. Keiner wollte es riskieren, nicht fit zu sein.
It was the middle of the night, still dark - the guide said "Las Cervezas". Everyone knew - the night was over, time to get up. It was shortly past 5 - ok nothing unusual to us - but still... the first day was still in our bones. We got up and ate the breakfast - Arepas, scrambled eggs and as always yummy fruits. Then brushing the teeth, packing, starting to walk. We had a tough day ahead of us, almost only uphill. 15km. We would be walking a lot of hours today, they said, the toughest part right after lunch. The vegetation was amazing and here and there we saw the first indigenous people in their white clothes, barefoot. Our feet hurt and we were wearing shoes!!! We had an early lunch break (it started at 10.30 am), we went into the river again. And then after lunch we started the hard part of the day. Step by step we walked deeper and deeper into the jungle, uphill! After hours, not sure how many, we arrived in Camp 3. We meet other groups, the camp was much bigger and it got much colder. It reminded us a bit (not in terms of temperatures) of a trekking camp in the Himalaya we have once seen TV. Almost no one jumped into the river and the shower that was short already got even shorter as the water was freezing. Dinner was again amazing and a beer/Gatorade were a blessing for mind, body and soul. The evening was great, but ended early - the highlight was coming up the next morning. No one wanted to risk not being fit enough to climb up.