13/09/2026
Dieser Post fällt mir unendlich schwer.
Aber in den letzten Wochen wurde so häufig von Gästen und Freunden angefragt, weshalb es in den sozialen Medien so still um uns war und ob es uns gut ginge. Nein, das tat es leider nicht, aber in den meisten Fällen fühlten wir uns nicht einmal in der Lage, darauf zu antworten.
Peppino lebt nicht mehr. Wir haben fünf Wochen lang um ihn gekämpft, gehofft und doch verloren. Fünf Wochen lang bestimmte er unseren kompletten Tagesablauf bis spät in die Nacht. Zu unseren intensiven letzten Erinnerungen an ihn gehören unsere nächtlichen Mini-Runden im stillen, menschenleeren Dorf. Martin und ich mit Peppino in der Mitte, wir brauchten nicht einmal den Führstrick. Im Versuch, seinen Lebensmut zu erhalten und ihn vielleicht doch zur Aufnahme von ein paar interessanten Grashalmen oder Weidenblättern am Wegesrand zu bewegen. Wenn Martin nicht Schritt halten konnte, dann wartete Peppino kurz auf ihn und es ging ruhig weiter.
Mit 27 Lebensjahren ist ein Großesel ein echter Senior. Das tröstet aber noch nicht wirklich, denn eigentlich wirkte er noch absolut fit. Er hat bis zum Schluss die Blutentnahmen, Infusionen und Medikamentengaben brav mitgemacht. Dennoch wurden die Leber- und Nierenwerte immer schlechter und sein Stoffwechsel brach zusammen.
Machs gut, Peppino. Herzensbrecher, zutiefst freundliche Seele und schlitzohriger Mafioso.
Du fehlst uns so unendlich.