14/09/2026
Bündes Weg zur Zigarrenstadt
Interaktive Theaterführung am 18. September im Tabakmuseum
Kein anderer Wirtschaftszweig hat die Geschichte Bündes in der Neuzeit so geprägt wie die Zigarrenindustrie. Noch heute erinnern zahlreiche Bauwerke sowie Namen von Straßen, Plätzen und Parks an den Tabakboom, der Mitte des 19. Jahrhunderts begann und dem beschaulichen Städtchen an der Else zu beachtlichem Wohlstand verhalf.
Genau in diese Phase des wirtschaftlichen Aufbruchs führt die interaktive Theaterführung „Im Tabakrau(s)ch“ durch das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum. Sie bietet eine gleichermaßen informative wie unterhaltsame Zeitreise in die Pionierzeit der heimischen Tabakindustrie. Die Geschichte ist angelehnt an regionalhistorische Ereignisse und spielt in einer turbulenten Epoche: Eine sprichwörtliche Goldgräberstimmung lag in der Luft, als immer mehr Zigarrenfabriken in Bünde entstanden. Mittendrin der Leineweber Hannes – 1857 wurde er arbeitslos, als die mechanischen Webstühle aus England sein Handwerk überflüssig machten. Nun weiß er nicht, wie er seine Familie ernähren soll. Da taucht Gustav Steinsiek auf, ein junger Unternehmer mit großen Plänen: Zigarren produzieren in Bünde!
Wie es in der Geschichte weitergeht, können Besucherinnen und Besucher live am 18. September im Bünder Tabakmuseum erleben. Beginn des Programms ist um 16.30 Uhr, es dauert rund 60 Minuten. Um Anmeldung unter Tel. (0 52 23) 16 17 58 oder per E-Mail an [email protected] wird gebeten. Erwachsene zahlen acht Euro pro Person, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.
Foto: Karl-Hendrik Tittel