01/10/2020
Die "Albrechtsche Wiese"
Boizenburgs malerische Barockaltstadt ist von einem grünen Gürtel umgeben. Südlich der Stadt zur Elbe hin liegen saftige Marschwiesen, die noch heute im Sommer von Kühen beweidet werden. Nordöstlich der Chaussee Richtung Bahnhofsvorstadt liegen die Ellernholzwiesen und die Maschgärten, die schon seit uralter Zeit als Privatgärten genutzt werden. Nördlich der Stadt entlang des langen Walls liegt der Wiesenring der Quöbbe, nach dem auch die Straße "An der Quöbbe" benannt ist. Der ursprüngliche Name Quebbecke ist niederdeutsche Ursprungs und deutet auf Nässe hin. Zur Quöbbe gehört auch die Ziegenwiese, die seit vielen Jahrzehnten Stammplatz von Rummel und Zirkus ist. Westlich davon liegt seit 1888 die Boizenburger Stadtschule mit der 1912 errichteten Turnhalle, die aktuell zum zentralen Grundschulstandort Boizenburgs aufgewertet werden soll. Der schönste Teil der Quöbbe ist jedoch die Albrechtsche Wiese, benannt nach dem Ackerbürger Albrecht, ganz im Westen. Heute befinden sich darauf ein Sport- und Spielplatz. Vom Wall hat man einen herrlichen Blick zu den aus der Kaiserzeit stammenden Villen an der Quöbbe und von jenen zu den von den Linden des Walls umsäumten Dächern der Altstadt und zum Kirchturm.
Autor: Mario Buck, 25.08.2020
Fotos: Stefan Teuber