07/05/2026
Tag 5 – Von den Bergen in die Karibik
Die Vögel zwitschern bereits lautstark, draußen wird es langsam hell und vom Balkon der Guayaba Lodge bietet sich ein traumhafter Blick auf den Sonnenaufgang.
Perfekte Bedingungen, um noch einmal die Drohne steigen zu lassen und der aufgehenden Sonne entgegenzufliegen. Während langsam Nebelschwaden über den Bergen hängen, wird einem wieder bewusst, wie unglaublich vielfältig Costa Rica landschaftlich ist.
Dann heißt es packen, denn heute verlassen wir die Berge rund um Turrialba und machen uns auf den Weg Richtung Karibik.
Koki verstaut routiniert unser Gepäck im Bus, nach dem Frühstück verabschieden wir uns von der Lodge und starten in einen völlig anderen Teil des Landes.
Schon hinter Turrialba verändert sich die Vegetation spürbar. Die Straßen führen hinunter in tiefere, deutlich wärmere Regionen. Üppiges Grün begleitet uns weiterhin, doch die Landschaft wird weiter, flacher und tropischer.
Nach Siquirres zeigt sich dann eine ganz andere Seite Costa Ricas:
Die Natur weicht riesigen Bananenplantagen, dazwischen immer wieder große Pferde- und Rinderfarmen. Kilometerweit ziehen sich die Plantagen entlang der Straße – eine der wichtigsten Exportindustrien des Landes.
Ein spannender Zwischenstopp wartet an einer Verpackungsanlage von Del Monte Foods.
Durch die Fenster beobachten wir die Abläufe in der Halle: Menschen stehen an langen Fließbändern, waschen, sortieren und verpacken die Bananen für den weltweiten Export. Trotz der Arbeit wird gelächelt und freundlich gewunken, während über allem karibische Musik aus Lautsprechern klingt.
Um die Dimensionen besser zu erfassen, steigt noch einmal die Drohne auf – und erst aus der Luft wird sichtbar, wie gigantisch diese Plantagen wirklich sind. Ein scheinbar endloses Meer aus Bananenpalmen reicht bis zum Horizont.
Schließlich erreichen wir den kleinen Hafen Muelle de La Pavona.
Hier endet die Straße – und unser Bus wird gegen ein Boot getauscht. Denn Tortuguero ist nur über Wasser oder per Flugzeug erreichbar.
Die rund 1,5-stündige Bootsfahrt durch die Kanäle des Tortuguero National Park fühlt sich bereits an wie eine kleine Expedition. Dicht bewachsener Regenwald reicht bis ans Wasser, überall hängen Pflanzen und Lianen ins Bild hinein und immer wieder entdeckt man Vögel oder Bewegungen im Dschungel.
Dann taucht plötzlich unsere Unterkunft auf: die wunderschön mitten im Regenwald gelegene Pachira Lodge.
Die Gebäude liegen verteilt zwischen tropischen Pflanzen, Palmen und Wasserläufen. Fensterscheiben gibt es hier nicht – nur Fliegengitter trennen uns vom Dschungel. Näher an der Natur kann man kaum wohnen.
Nach dem Mittagessen setzen wir noch einmal mit dem Boot über ins kleine Dorf Tortuguero.
In der Schildkrötenstation erfahren wir mehr über die enorme Bedeutung der Region für den Schutz der Meeresschildkröten. Besonders zwischen Juli und Oktober kommen tausende Tiere hier an Land, um ihre Eier an den schwarzen Stränden abzulegen.
Natürlich führt uns der Weg anschließend direkt an den Strand.
Zum ersten Mal auf dieser Reise stehen wir mit den Füßen im warmen Wasser der Karibik. Dunkler Sand, Palmen, tropische Luft und die Brandung des Atlantiks – ein völlig anderes Costa Rica als noch am Morgen in den Bergen.
Zurück an der Lodge machen wir noch einen kleinen Rundgang durch den Dschungel. Und endlich zeigen sich auch die ersten Tiere: Affen springen durch die Bäume und hoch oben entdecken wir sogar ein Faultier.
Danach wird es gemütlich: etwas Poolzeit, ein entspanntes Abendessen und später ein Glas Wein an der Bar, während rundherum bereits die Geräusche des nächtlichen Regenwaldes beginnen.
Morgen wartet das nächste Abenteuer:
Früh am Morgen geht es per Boot tief hinein in die Wasserkanäle und den Dschungel von Tortuguero. 🚤🌴🐒