11/05/2026
Schokolade, Dschungel & Wildwasser
Auf diesen Tag hatten sich viele schon besonders gefreut – und am Ende wird er sogar noch besser als erwartet.
Nach dem Frühstück geht es ins nur wenige Minuten entfernte Tirimbina Biological Reserve.
Das private Schutzgebiet umfasst mehrere hundert Hektar tropischen Regenwald und dient gleichzeitig als Forschungsstation und Zentrum für Umweltbildung. Schon der Weg hinein ist spektakulär: Gemeinsam mit unserem Guide Luis überqueren wir die längste Hängebrücke Costa Ricas über den Rio Sarapiquí.
Unter uns rauscht der Fluss, um uns herum dichter Dschungel – und bereits nach kurzer Zeit entdecken wir die ersten Tiere. Eine Viper liegt perfekt getarnt am Wegesrand, dazu Spider Monkeys hoch oben in den Baumwipfeln und immer wieder exotische Vögel und Geräusche aus dem Regenwald.
Dann stehen wir plötzlich vor einem Kakaobaum.
Wir lernen Spannendes über die Kakaofrucht und über einen aggressiven Pilzbefall, der teilweise bis zu 70 % der Ernte zerstören kann – ein großes Problem für viele Plantagen.
Doch die eigentliche Frage lautet natürlich:
Wie wird aus so einer Frucht eigentlich Schokolade? 🍫
Die anschließende Tour ist weit mehr als nur eine Führung – eher eine kleine Show. Mit viel Humor und Leidenschaft erklärt Giovanni jeden einzelnen Schritt der Verarbeitung. Vom Öffnen der Frucht über das Rösten bis hin zur fertigen Schokolade dürfen wir alles probieren und teilweise sogar selbst mitmachen. Besonders lecker: ein traditionell zubereitetes Kakao-Getränk nach altem Rezept.
Auf dem Rückweg folgt dann die große Überraschung des Tages:
Vor einigen Tagen hatte Anastasia uns von den winzigen weißen Fledermäusen erzählt – kleinen, fast flauschig wirkenden Tieren, die extrem schwer zu finden sind. Was wir nicht wussten: Luis, der – wie sich heute herausstellt – Anastasias Freund ist, hat tatsächlich zwei Tage lang in seiner Freizeit nach ihnen gesucht.
Und er hat sie gefunden.
Mitten im Dschungel entdecken wir schließlich die kleinen weißen Fledermäuse zwischen den Blättern verborgen. Ein absolut besonderer Moment und ein echtes Glück für unsere Gruppe.
Natürlich wird Luis daraufhin spontan zum Abendessen eingeladen – was nicht nur die Gruppe ziemlich freut. 😉
Anschließend geht es noch zu den berühmten Blattschneiderameisen.
Die haben wir zwar schon öfter gesehen, aber heute lernen wir endlich mehr über diese faszinierenden kleinen „Farmer“. Wir sehen den Pilzgarten im Inneren ihres Baus, erfahren wie perfekt organisiert ihre Kolonien funktionieren und staunen über die Kraft der Soldaten sowie die Größe der Königin.
Zurück in der La Quinta Sarapiquí Lodge wartet zunächst etwas Freizeit – zumindest für einen Teil der Gruppe.
Denn vier mutige Teilnehmer brechen noch zu einem weiteren Abenteuer auf: Wildwasser-Rafting auf dem Sarapiquí River.
11,5 Kilometer geht es über Stromschnellen den Fluss hinunter – actionreich, nass und einfach ein Riesenspaß. Zwischendurch treiben wir entspannt im Wasser, während Guide Diego frische Ananas und Mango vorbereitet.
Die Obstreste landen anschließend im Fluss – und sofort stürzen sich die Fische darauf. Fast wie kleine Piranhas. Tatsächlich erfahren wir dabei, dass einige der hier lebenden Fischarten tatsächlich mit Piranhas verwandt sind.
Viel zu schnell vergehen die zwei Stunden auf dem Wasser.
Zurück in der Lodge ist erst einmal Poolzeit angesagt, bevor wir den Abend gemeinsam mit Luis gemütlich beim Essen ausklingen lassen.
Ein Tag voller Natur, Abenteuer und echter Costa-Rica-Momente. 🌿🍫🦇🚣