26/07/2026
Die größte Segel-Yacht der Welt, und ich stand an Deck, bevor der erste Gast an Bord kam.
220 Meter, drei Masten, feste Segel aus glasfaserverstärktem Material, gesteuert vom Ruderhaus. Die Corinthian ist so gebaut, dass sie nicht krängt. Das Wasser im Pool bleibt da, wo es hingehört.
54 Suiten für 110 Gäste, jede mit Blick aufs Meer. Die größte hat zwei Schlafzimmer, einen whirlpool bath auf der Terrasse und ein eigenes Fitnesszimmer. Bäder in Marmor, Wände in Mahagoni. Gestaltet wurde die Corinthian von Maxime d’Angeac. Dem Architekt, der auch für die Innenarchitektur der neuen Orient-Express-Züge verantwortlich ist. Gute Nachricht für Menschen, die empfindlich aufi den Seegang reagieren: Laut d’Angeac spürst du das Schiff immer weniger, je weiter mittschiffs du bist.
Beim Essen folgt die Karte der Route. Yannick Alléno kocht mit dem, was am Ziel wächst, und das ändert sich mit jedem Hafen. Seine 21 Restaurants halten zusammen 17 Michelin-Sterne.
L’Encre ist die Fischtheke. Austern, Schalentiere, Champagner, direkt an der Theke mit Blick nach draußen. Der Ort an Bord, an dem ich am längsten sitzen geblieben bin.
Apropos Essen: Wann du isst, entscheidest du selbst. Die Conciergerie de la Table kommt aus Allénos Pavillon Ledoyen in Paris, an Bord heißt das: Frühstück um halb zwölf ist keine Ausnahme, sondern eine Ansage.
Insgesamt 13 Orte zum Essen und Trinken gibt es an Bord, dazu eine Bibliothek mit 1.500 Büchern und ein Kino mit 20 Plätzen.
Le Speakeasy, eine der Bars an Bord ist im Stil der Zwanziger gehalten und liegt gut versteckt. Auf der Karte stehen Spirituosen aus den Vierzigern und Fünfzigern, der Vesper Martini kommt mit Kina Lillet von 1957. Wenn du das Bullauge wegdenkst, sitzt du in einem Hinterzimmer in Paris.
(weitere Infos in den Kommentaren)
Bist du jetzt ein Kreuzfahrt Typ?