28/02/2026
Kreuzfahrt im Schatten der Eskalation: Zwischen Ankerzeit und Ungewissheit im Persischen Golf ⚓️
Ein warmer Spätwinterabend in Dubai.
Normalerweise würde jetzt auf den Decks der Kreuzfahrtschiffe das Lachen der Passagiere wehen – begleitet vom Klang der Musik und vom Duft der nahen Souks. Doch an diesem Wochenende ist es still geworden am Hafen. Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf den Iran herrscht gespannte Ruhe.
Mehrere Reedereien haben reagiert:
Schiffe bleiben im Hafen, Landausflüge sind gestrichen, und Passagiere werden gebeten, sich in den Innenbereichen aufzuhalten. 🛳️
Die MSC Euribia, die am 1. März in Doha ablegen sollte, bleibt in Dubai vor Anker. „Sicherheit hat Vorrang“, heißt es von Seiten der Reederei. Auch Airlines haben reagiert und Flüge in Richtung Golfstaaten vorübergehend ausgesetzt.
Stillstand inmitten glänzender Skyline
Ein Blick auf die Hafenanlagen zeigt ein ungewohntes Bild: Die große Mein Schiff 4 liegt in Abu Dhabi, die Mein Schiff 5 in Doha, ebenso die Celestyal Journey. In Dubai ruht die Celestyal Discovery – gemeinsam mit der Aroya und der MSC Euribia.
Bereits im vergangenen Sommer hatte AIDA Cruises entschieden, die Orient-Saison der AIDAprima abzusagen. Eine Entscheidung, die sich nun als weitsichtig erweist.
Das Auswärtige Amt hat inzwischen eine Reisewarnung für mehrere Länder der Region herausgegeben, darunter Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Stimmen der Reedereien
Von MSC Cruises heißt es, man beobachte die Lage fortlaufend und halte engen Kontakt zu den Behörden: „Die Sicherheit unserer Gäste und Crewmitglieder steht an erster Stelle.“ Ähnlich klingt es bei TUI Cruises, wo man betont, dass Reisen derzeit nur in enger Abstimmung mit Partner-Airlines und Sicherheitsstellen geprüft werden. Gäste, deren Flüge über TUI gebucht sind, sollen direkt informiert werden.
Celestyal Cruises meldet, dass sowohl die Journey als auch die Discovery aktuell im Hafen bleiben und die Situation für mindestens 24 Stunden bewertet wird.
Eine Region hält die Luft an
In Katar erreichte am Samstag eine landesweite Warnmeldung die Smartphones: Bürgerinnen und Bürger sollen sich von militärischen Einrichtungen fernhalten und nur bei dringender Notwendigkeit das Haus verlassen. Zeitgleich bleibt der Luftraum Katars geschlossen.
Wie lange die Unruhe anhält, weiß niemand. Auch nicht, wann die Schiffe wieder lossegeln – zurück zu jenen Routen, auf denen die Reisenden von Wüstenfarben, Basardüften und glitzernden Skylines träumen. Im Moment liegen sie still, in sicherem Abstand zur Weltpolitik – und warten darauf, dass wieder Frieden einkehrt zwischen Wellen, Winde und Menschen.
Wer nimmt Dich mit auf barrierefreie Kreuzfahrt und Städtereise?
Lea, Pedro und Sofia von Ahoi und Moin Moin
Dein Reiseportal für barrierefreie und entspannte Kreuzfahrten und Städtereisen.