Stadtstreicherin Stadtführungen Düsseldorf & Paris

Stadtstreicherin Stadtführungen Düsseldorf & Paris Offizielle Gästeführerin in Paris (guide-conférencière agréée par l'État français) und Stadtführerin in Düsseldorf (zert. DIN EN 15565)

Der 22. März ist der Tag des Wassers. Der Quell des Lebens ist auch in Paris überall präsent, nicht nur an der Seine. Na...
22/03/2026

Der 22. März ist der Tag des Wassers. Der Quell des Lebens ist auch in Paris überall präsent, nicht nur an der Seine. Napoleon ließ den Canal de l'Ourqc und Canal Saint Martin anlegen, die mit ihren technischen Denkmälern mehr als einen Spaziergang lohnen. Sein Neffe Napoleon III. ließ ein halbes Jahrzehnt später die Stadtwälder mit ihren künstlichen Seen anlegen, wo heute die Liebespaare in den Ruderbooten träumen. Etwas zur selben Zeit verschwand die Bievre, der unbekannte Fluss von Paris, unter dem Asphalt, der heute das Wasser im Parc Kellermann speist. Dem Wasser begegnen wir in den Reservoirs von Montsouris, Passy und Montmartre, bei den Überbleibseln der Römer mit dem Aquädukt und den Thermen, bei vielen Fontänen und natürlich auch in der Kunst.
Als ich noch nicht zur Schule ging, habe ich meine Bilder mit Schiffverkehrszeichen verziert, beeinflusst von meinem Opa, der Chef eines Wasserstraßenamtes war. Dass er am Tag des Wassers Geburtstag hat, kann kein Zufall sein.


22/03/2026
Heute ist der Tag des Glücks und der Tag der Frankophonie, für meinen Geschmack das perfekte Tandem, denn was macht glüc...
20/03/2026

Heute ist der Tag des Glücks und der Tag der Frankophonie, für meinen Geschmack das perfekte Tandem, denn was macht glücklicher als im Frühling in Paris zu sein?
Der Frühling begann dieses Jahr sehr früh und passenderweise meine Saison auch. Was für ein Fest, mit meinen Gästen zu meinen Glücksorten in Paris zu flanieren, wenn die Stadt ihr Blütenkleid trägt? Sogar das Werbeplakat an der Oper sieht aus wie ein Bild von Monet. Wenn es dann doch mal regnet, warten Museen und Ausstellungen oder die glasgedeckten Passagen auf einen Besuch. Und wenn man dann noch Kundschaft hat, die mit feinsten Ohren meine geheimsten Wünsche erhascht, ist mein Glück perfekt.
Das Buch zum Gefühl gibt es übrigens jetzt frisch bearbeitet in der 5. Auflage und wartet in der Buchhandlung des Vertrauens.

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Insbesondere im Ausland wird Anne Hidalgo für das neue Bild von Paris gefeiert. Der wirkliche Vater des Stadtumbaus war ...
19/03/2026

Insbesondere im Ausland wird Anne Hidalgo für das neue Bild von Paris gefeiert. Der wirkliche Vater des Stadtumbaus war jedoch Betrand Delanoë, der von 2001 bis 2014 der erste Pariser Bürgermeister aus dem linken Lager war. Hidalgo war seinerzeit seine rechte Hand. Delanoë hat damit begonnen, Wohnquartiere zu begrünen und "auf Sicht", z.B. vor Schulen, den Autoverkehr zu begrenzen. Er hob 2007 auch das Velib-Leihradsystem aus der Taufe, das ein großer Erfolg wurde.
Anne Hidalgo hat dies geschickt für sich verbucht, entpuppte sich dann aber immer mehr als eine Anhängerin von "Betongrün". Gegen ein recht wahnwitziges Bauprojekt anstelle des historischen Blumenmarkts auf der Cité-Insel oder die flächenmäßige Abholzung alter Bäume nahe des Eiffelturms sind sowohl Écolos wie Konservative auf die Barrikaden gegangen. Sie hat die Hochhaussatzung aus den Angeln gehoben, um das Projekt des Tour Triangle durch alle Instanzen durchzudrücken, ein Hochhaus, das nicht nur keine Bereicherung für die Stadtsilhouette ist, sondern in Zeiten des New Work auch niemand mehr braucht. Unter ihrer Ägide wurden mit der neuen Verkehrsplanung Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gegeneinander aufgewiegelt, das bisherige ungeschriebene Gesetz der Rücksichtnahme gegenüber Schwächeren ist überall passé. Waren Fußgänger daran gewöhnt, überall ungehindert die Straßen zu überqueren, weil sie darauf vertrauen konnten, dass die Autofahrer dafür kurz vom Gas gehen, müssen sie sich jetzt auch bei Grün an der Ampel in Acht nehmen, wenn Radfahrer ihren Weg kreuzen. Trauriger Höhepunkt des "Straßenkampfs" war ein durch einen SUV absichtlich überfahrener Radfahrer.
Die Politik von Anne Hidalgo, so scheint es, hatte weniger die Bürger im Fokus, sondern mehr den Blick in die nächste Fernsehkamera. Das hat ihr in ausländischen Gazetten zwar immer noch Lorbeeren eingebracht, als am Montmartre schon ein ganzes Quartier den Aufstand probte. Als sich ein Misserfolg bei der Wahl für eine 3. Amtszeit immer klarer abzeichnete, entschied sie sich schließlich für einen Rückzug.
Bei der ersten Runde der Municipales hat Emmanuel Gregoire von der PS mit 38% die meisten Stimmen erhalten. Ehemals rechte Hand von Hidalgo hat er 2024 das Rathaus im Unfrieden verlassen, er sieht sich nicht als Hildalgos "Erbe", fühlt sich durch sie sogar benachteiligt. Doch mit einem Kommunikationsstil, der ihn eher in die Nachfolge von Delanoë rückt, hat er in der ersten Runde seine Kontrahentin Rachida Dati deutlich deklassiert.
Die frühere Justiz- und bis vor kurzem Kultusministerin war viele Jahre als Bürgermeisterin des 7. Bezirks die Hauptkontrahentin Hidalgos. Durch diverse Korruptionsermittlungen ist sie aktuell in der Schusslinie und konnte nur 25% der Wähler überzeugen.
In der entscheidenden Second Tour, für die auch die Kanditaten der Mitte , der extremen Rechten und extremen Linken qualifiziert waren, könnte sich das Blatt jedoch wenden. Die Vertreterin der Ultrarechten, Knafo, hat sich zugunsten von Dati zurückgezogen, auch der RN hat eine Empfehlung für Dati ausgesprochen. Die Vertreterin der ultralinken LFI, Chikirou, bleibt dagegen weiter im Rennen, was Gregoire scwächen könnte.
Zum Zünglein an der Waage könnte das Verhalten der Mitte werden. Die Liste Horizons/Renaissance war mit Pierre-Yves Bournazel ins Rennen gegangen. Es heißt, dass der langjährige angesehene Stadtrat gedrängt wurde, seine Liste mit dem konservativen Lager von Dati zu fusionieren. Weil er das persönlich aufgrund der Korruptionsvorwürfe nicht unterstützen will, zieht er sich nun zurück und wird auch um seinen sicheren Sitz im Magistrat nicht weiter kandidieren.
Wenn die Wähler nicht die gleichen Bedenken haben wie Bournazel, könnte Gregoire und der PS damit rein rechnerisch nur noch ein Wunder helfen und es schaut so aus, dass sich Hidalgo dann höchstselbst vom selbstgemachten Denkmal gekickt haben wird.

Erleichtert - dass Grégoire in Anbetracht der eher unglücklichen Vorzeichen vor der 2. Runde sich so klar behauptet, hätte ich nicht gedacht. Da haben offenbar noch einige mehr die Stallorder ignoriert und sich von der Persönlichkeit leiten lassen. Chapeau, Grégoire!

Nach einer glücklosen Ehe in Düsseldorf in einer Düsseldorfer Backstube nahe der Kunstakademie "gestrandet", erfindet si...
05/03/2026

Nach einer glücklosen Ehe in Düsseldorf in einer Düsseldorfer Backstube nahe der Kunstakademie "gestrandet", erfindet sich Johanna Ey mit 52 Jahren neu. Fasziniert vom Elan der jungen Kunststudenten eröffnet sie am Rand der Altstadt ihre Galerie "Neue Kunst Frau Ey". Von dieser wachen, warmherzigen, aber auch geschäftstüchtigen Frau angezogen gründet sich 1919 "unter ihren Fittichen" die Kunstvereinigung Junges Rheinland, die auch Otto Dix und Max Ernst zeitweilig nach Düsseldorf lockt.
Einige ihrer über 100 Porträts sind in den Museen der Stadt zu sehen, im Straßenraum erinnern heute auch mehrere Skulpturen an die "Selfmade-Kunstagentin".
"Ich war so stolz, dass ich unermüdlich mitarbeiten konnte am Aufbau einer modernen Kunstepoche".

Der Venture Club e.V. erinnert im März an bemerkenswerte Frauen in der Welt der Kunst. Du hast eine spannende Geschichte einer Künstlerin, Mäzenin, Restauartorin oder Fotografin beizusteuern? Dann melde Dich beim Art Venture Club per PM/E-Mail.
[email protected]

Mehr über "Düsseldorfs starke Frauen" gibt es zum Mitlaufen bei meinen Stadtführungen und Thementouren durch 5 Stadtviertel sowie zum Nachblättern in meinem gleichnamigen Buch aus dem Droste-Verlag.

Abbildungen: Skulptur von Hannelore Köhler, Wandbild von Thomas Giese / Friedhelm Neuschäfer / Skulptur von Gerda Kratz

Immer eine Woche, bevor sich die Tourismusbranche auf der ITB trifft, gibt es den Pflichttermin für professionelle Guide...
02/03/2026

Immer eine Woche, bevor sich die Tourismusbranche auf der ITB trifft, gibt es den Pflichttermin für professionelle Guides und Incomingagenturen bei der Jahrestagung der Gästeführer in Deutschland.
2001 erstmals bei der JHV des BVGD Bundesverband Gästeführer Deutschland in Weimar dabei, habe ich in den 25 Jahren nicht nur viele zauberhafte Ecken in Deutschland kennengelernt, in die ich ohne Tagung wohl nie gefahren wäre, sondern auch ein großes Netzwerk zu Kollegen geknüpft, die längst zu Freunden geworden sind.
Zum diesjährigen "Klassentreffen" hatte ich nach Monheim am Rhein die bisher kürzeste Anreise. Wie üblich startet das Programm mit Führungen und Besichtigungen, bei denen ich diesmal entdeckt habe, wo der (aus Düsseldorfer Sicht) fiese Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg hinter Schloss und Riegel saß, dass sich Drehorte nicht immer dort befinden, wo das Fernsehen es uns weismachen will und welche Alltagssorgen Vater Rhein umtreibt. Hoch über der Stadt in den geheimen Ort zu blicken und mit dem Schelm zu schäkern, konnte ich mir auch nicht verkneifen.
Die Monguides waren wunderbare Gastgeber, die nicht nur mit ihrer Toleranz zu Altbier und Kölsch eine Brücke zwischen den beiden Rheinseiten schlagen, vielen Dank!





Düsseldorfs größter Sohn Heinrich Heine hatte heute viel Besuch auf dem Montmartre-Friedhof. Am 17. Februar 1856, vor 17...
17/02/2026

Düsseldorfs größter Sohn Heinrich Heine hatte heute viel Besuch auf dem Montmartre-Friedhof. Am 17. Februar 1856, vor 170 Jahren, starb er in seiner letzten Bleibe auf der Rue Matignon. 25 Jahre zuvor hatte es ihn unter dem Eindruck der Juli-Revolution nach Paris gelockt.

14/02/2026

Gute-Laune-Licht am Montmartre, Stippvisite in der Villa Radet der City des Arts bei den offenen Ateliers, Bummel über die Rue des Märtyrer mit Herzchen in allen Schaufenstern und Schwoof zur Wiedereröffnung des Musée de la Vie Romantique


Das finde ich fabelhaft!Das Carnavalet-Museum für Stadtgeschichte und die städtische Sammlung der Moderne in Paris erhal...
04/02/2026

Das finde ich fabelhaft!
Das Carnavalet-Museum für Stadtgeschichte und die städtische Sammlung der Moderne in Paris erhalten Werke von Christo und Jeanne Claude aus einer Phase, in der sie noch in Paris lebten.
Zu sehen sind die Objekte ab Herbst in beiden Häusern, durch die ich auch immer wieder gerne führe. Die Sammlungen der beiden Pariser Museen können übrigens kostenlos besucht werden.
Im Juni läuft zudem die Tribute-Aktion für Christos Pont-Neuf-Verhüllung durch den Fotokünstler JR.

https://www.finestresullarte.info/de/museen/bedeutende-schenkung-der-stiftung-christo-und-jeanne-claude-14-zum-teil-unveroffentlichte-werke-fur-die-pariser-museen



Musée Carnavalet - Histoire de Paris
Musée d'Art Moderne de Paris

Meine letzte Tour 2025 ging durch den Medienhafen und mit zwei Architektur-Runden durch den  Düsseldorfer Hafen hat mein...
25/01/2026

Meine letzte Tour 2025 ging durch den Medienhafen und mit zwei Architektur-Runden durch den Düsseldorfer Hafen hat meine Guide-Saison 2026 auch wieder begonnen. Es war zwar knackig kalt, dafür gab's aber geniales Fotolicht.
Und Dackel Käthe als "Assistant guide" würde ich glatt wieder mitnehmen :-)

Nette Überraschung gestern Abend, hab meine Autorenexemplare von Glücksorte in Paris No.5 aus dem Kasten gefischt. Frisc...
23/01/2026

Nette Überraschung gestern Abend, hab meine Autorenexemplare von Glücksorte in Paris No.5 aus dem Kasten gefischt. Frisch aktualisiert finden sich dort wieder 80 handverlesene Lieblingsorte in Paris à la Stadtstreicherin. Ich scharre auch schon mit den Hufen, in 3 Wochen beginnt dort für mich die neue Saison.





DROSTE Verlag

Einst unter der Ägide von Kaiser Karl vereint standen sich die Ufer beiderseits des Rheins in jahrhundertelangen Fehden ...
22/01/2026

Einst unter der Ägide von Kaiser Karl vereint standen sich die Ufer beiderseits des Rheins in jahrhundertelangen Fehden gegenüber.
Nach drei grausamen Kriegen setzten Frankreichs  Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Adenauer heute vor 63 Jahren ihre Unterschriften unter einen Freundschaftsvertrag, den man in Anbetracht der Erosion des weltpolitischen Wertesystems nicht hoch genug schätzen kann.
Am 40. Jahrestag des Élysée-Vertrages 2003 erklärten Chirac und Schröder den 22.Januar zum Deutsch-französischen Tag.
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