06/07/2026
431. Moienmarkt in Schlieben
und
1070 jähriges Stadtjubiläum der ältesten Stadt im Elbe-Elster-Kreis und eines der ältesten Städte im Land Brandenburg
Das wichtigste zuerst: Isabell Scholz ist neue Schliebener Moie 2026!
Als wir am Sonntag ankamen, spielten bereits die Elbaue-Musikanten aus Jessen. Uns gefiel die Musikmischung gut und ich denke den allermeisten Sonntagsbesuchern sicherlich auch. Das war traditionelle Blasmusik mit Gesang. Das hebt die Stimmung und macht gute Laune. Da schmeckt das Bier und die gute Erbsensuppe aus der Gulaschkanone. Es gab aber auch Nudeln mit Gulasch. Beides war bestens.
An verschiedenen Rummelbuden konnte man Spaß haben, Karussell fahren und sein Glück probieren. Wir räumten beim Ball werfen ab. Es war eine gute und ausgelassene Stimmung zwischen Festplatz und St. Martin-Kirche. Es gab verschiedene Leckereien, die Sonne schien und nach dem kleinen Regenschauer war die Sommertemperatur genau richtig. Wir fühlten uns wohl.
Gesellige Runden überall, man probierte die Angebote unterhielt sich und traf alte Bekannte wieder. Lange nicht gesehen, man lachte und scherzte, lächelnde und offene Gesichter passten prima zum Sonnenschein, der durch die Linden auf die fröhlichen Menschen fiel. Man freute sich einfach des Lebens und des schönen Festes. Alte Kamellen wurden, von dem der es konnte aus dem Hut gezaubert und Witze erzählt so wie früher.
Die Musik und der Gesang von der Bühne war echt und das heißt zum Glück auch, das es zwischendurch immer wieder einmal Pausen gab. Das tat gut. Entspannte Atmosphäre zum geselligem Beisammensein. Es war so schön, hier mit Nachbarn, Freunden und Bürgern aus der Stadt und den umliegenden Dörfern hier zu sitzen. Man kennt sich und wen man nicht kennt der war einem doch vertraut.
Wir wollten aber weiter, denn unser Ziel in Schlieben ist auch immer der traditionelle Weinbauverein. Wir wollten zum Langen Berg. Denn wenn immer ich an der Schliebener Tankstelle vorbei fahre, schaue ich ob es noch Original Schliebener Wein gibt. Den wollen wir haben.
Was wäre Schlieben ohne den Langen Berg? Es ist die Seele der kleinen Stadt. Der Drandorfhof ist wieder neu und schön gestaltet, für alles Neue, wie aktuelle Veranstaltungen, ..aber hier atmet man Vergangenheit.
Wer die Martinstraße hinauf geht zu den alten Weinkellern, fühlt sich sogleich wie in den hoch frequentierten Elbstädtchen wie Diesbar-Seußlitz oder Meißen.
Wir spazieren die verschlungenen Pfade hinauf zum Mausoleum, ergötzen uns an der liegengelassenen Natur und dem frischen erdigen Geruch nach den Regengüssen der vergangenen Tage und kommen oben am schönen Martinsturm im Dornröschenschlaf an. Wir wollen ihn nicht wecken und laufen weiter Richtung Weinbauverein Schlieben.
Es ist ein Genuss hier zu sein, denn der Lange Berg ist auch ein Landschaftsschutzgebiet und hier spürt man es auch. Hier auf dem ehemaligem Sportplatz übernachten die Schausteller in ihren bunten Wägelchen.
Nun sind wir aber am Domizil der Weinbauer angelangt, da wurde uns gesagt, das hier heute ein Klassentreffen stattfindet und es eine geschlossene Veranstaltung ist. Aber unten ist bereits ihr Mann und der macht gerade den Weinkeller vom Weinverein auf, gleich gegenüber vom Moienkeller. Nicht zu vergessen erwähnte sie noch ganz nebenbei, das immer Dienstags Arbeitseinsatz ist.
Also auf der anderen Seite des Berges wieder runter zum Weinkeller. Dort wollen wir uns guttun an den Original Schliebener Weinen. Der Weg ist auch hier wieder das Ziel. Fast so schön wie im Thüringer Wald.
Wir haben Glück, unten am Weinkeller ist schon offen. Es sitzen schon illustre Leute dort. Da wollen wir jetzt auch sitzen bei herrlichstem Sonnenschein. Und so geschah es dann auch.
Wir probierten im kleinen Schliebener Gläschen, die herrlichen Weine Müller-Thurgau, Bacchus und Regent. Und meine ganz persönliche Empfehlung ist der Hollriken-Wein!
Ja das war ja ein Gaumengenuss.
Da ging mir gleich noch einmal das vorhin gehörte Liedchen von den Elbaue-Musikanten von der Erika im Kopfe herum. „Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein...“
Einfach ganz gaumengerecht dieser Hollriken.
Noch einmal ganz leicht über den Festplatz zum Markt. Es war ein schöner Sonntag in Schlieben. Wir konnten uns nur schwer wegreißen.
Der große Festumzug war allerdings schon am Sonnabend.