12/08/2016
Die Seele baumeln lassen im Finlay-Park
Der Verkehrsverein Grevenbroich – unterstützt von der Sparda-Bank West Grevenbroich – lädt für Samstag, den 13. August, um 21.00 Uhr zu seiner zweiten Illumination des Ian-Hamilton-Finlay-Parks ein.
Der Waldpark, in dem sich 9 Kunstobjekte des bekannten schottischen Dichters und Künstlers I. H. Finlay befinden, wird in einen farbigen Märchenwald verwandelt, in dem man für einige Zeit die Zwänge und den Stress des Alltags vergisst. Der Besucher kann sich auf einer Bank niederlassen oder durch die Natur schlendern und dabei den Klängen eines Hang lauschen. Der Hang ist ein Instrument aus den Berner Alpen, dessen naturnahe Klänge die meditative Stimmung des Abends untermalen. In der ruhigen und besinnlichen Situation findet man auch einen besonderen Zugang zu den Kunstobjekten Finlays. Die Naturmusik und die Farbigkeit der Vegetation ermöglichen ein geheimnisvolles Verständnis der Kunstwerke oder zumindest das Genießen eines Erlebnisses in der Natur, abseits von Zivilisation, Konsum und Medienzwang. Man kann sich erholen bei leisen Gesprächen oder allein das Gesamtkunstwerk genießen.
Mit Absicht handelt es sich bei der Veranstaltung nicht um ein größeres Event, sondern Ziel ist das kleine individuelle Erlebnis.
Alle Kunstinteressierten sind vor der Parkillumination zu einem Vortrag über die Bedeutung der Kunst Ian Hamilton Finlays eingeladen.
Um 19.30 Uhr spricht im Haus Hartmann am Alten Schloss Prof. Dr. Harald Kunde, Direktor des Museums Kunsthaus Kleve, über das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft im Werk Finlays. Prof. Kunde stellt Finlay als wichtigen Künstler der Moderne dar, da er sich schon vor Jahrzehnten mit einem heute besonders aktuellen Thema auseinandergesetzt hat: Die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern sich und dabei zeigt sich, dass positive Utopien und Ideologien oft in Terror umschlagen und alte Machtstrukturen von neuen abgelöst werden.
Außerdem ist in den Räumen eine Ausstellung der Künstlerin Renate Patt, die in ihren Werken Materialien aus der Natur verarbeitet, die sie z.B. mit Spachtelmasse, Beize behandelt, so dass dreidimensionale Risse, Klüfte und Landschaften entstehen.
Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgt der Neusser Harry Meschke (Künstlername: hangharry), der auf seinem Hang, einem originellen Musikinstrument aus den Berner Alpen, meditative Stimmungsbilder entstehen lässt.