Leonhard Gruseb

Leonhard Gruseb Ich kritisiere, solange man noch kritisieren darf. Am liebsten in der Prinz-Georg-von-Sachsen-Suite im "Weißen Haus" - Nordlage -. Schicksal, Du bist gefragt!

Moin, Moin,

wenn es meine finanzielle Situation zulässt, befinde ich mich in Dauer-Selbstfindung auf der Nordsee-Insel Juist. Dafür benötige ich (mit Nebenkosten) 500.- EUR netto am Tag, Das sind 3.500/die Woche oder 14.000.- (man muss auch was sparen, also sagen wir 15.000.- EUR) im Monat.

26/08/2026

Egal, ob ARD oder ZDF: Was man auch einschaltet, sie bringen Lügen, Verdrehungen, Halb- und Unwahrheiten über die demokratische Rechtsopposition — wir schalten weg, wir wählen ab und hoffen und wirken daran, noch einmal an ihren Prozessen teilnehmen zu können.

26/08/2026

Ich erwarte jetzt den Sh*tstorm wegen meiner verORFentlichten Meinung. Und Meinung sieht man nicht man so gerne in unserer Gegenwart.

18/08/2026

Kann Frau Maischberger Talkshow im Ersten - inoffizielle Diskussions-Gruppe auch mal die parteiische Kommentierung unterlassen?

Ein weiser, ein vorausblickender Knabe...! War das 2015 schon so klar erkennbar...? Wow!
17/08/2026

Ein weiser, ein vorausblickender Knabe...! War das 2015 schon so klar erkennbar...? Wow!

Wow, selten einen ethisch einwandfreieren Kommentar gelesen. Kein Wunder, dass die CDU/SPD-Mischpoke mit ihren gekauften...
10/08/2026

Wow, selten einen ethisch einwandfreieren Kommentar gelesen. Kein Wunder, dass die CDU/SPD-Mischpoke mit ihren gekauften oder sonstwie gedungenen Medienapparatschiks diese Partei totschweigt und sabotiert, wo sie kann. Mit so einer Haltung, im Publikum bekannt, könnten sie doch sonst alle einpacken, die Leichensammler und Kriegstreiber, die sich hier gerne kräftig angespuckt fühlen dürfen.

„Was können wir konkret tun, um Ihnen dabei zu helfen, mehr Russen zu töten? — Mehr russische Soldaten, natürlich.“
Diese Art der Fragestellung des FAZ-Journalisten Michael Martens gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Selenskij hat zu Recht größere Irritationen und auch offenes Unverständnis ausgelöst. Auch in Deutschland.

Natürlich soll man das „Ereignis Krieg“ nicht verharmlosen. Und in einem Krieg geht es am Ende immer darum, zu töten oder getötet zu werden. Und dennoch löst die Diktion Beklemmung aus. Weil man in Deutschland die Frage eher so gestellt sehen wollen würde: Was man konkret tun könne, um die russische Armee davon abzuhalten, noch mehr Ukrainer zu töten. Oder wie man die Russen wieder aus besetzten Gebieten vertreiben könne. Oder welcher Beitrag hilfreich wäre, die Feindseligkeiten insgesamt zu beenden?

Nicht so der FAZ-Journalist Martens.
Er rückt die Vernichtung russischer Menschen – Soldaten, natürlich – in den Vordergrund. So, als sei das Kriegsziel Nummer 1 nicht mehr die Territorialverteidigung, sondern das Töten einer möglichst großen Anzahl von Menschen – Soldaten, natürlich – auf Seiten des Gegners. Das darf man ganz ohne Parteinahme für die russische Sache als eine widerwärtige, geradezu kranke Denke bezeichnen. Und natürlich kann man der russischen Seite auch dafür, für diese Verrohung in Sprache und Denken, die Schuld zuschieben.

Man darf allerdings einen solchen Ruf nach noch mehr Leichen auch für einen ethischen Missgriff halten — und nein, der Krieg ist kein Argument gegen die Ethik, er ist, im Gegenteil, ein erstes und letztes Argument für sie. Dass solche staatsnahen, teils staatsalimentierten Medien-Influencer viel zu lange, viel zu oft und viel zu nahe bei den hohen politischen Entscheidungsträgern sind, und mit ihnen zusammen uns regelmässig Vortrag in politisch-moralischer Hinsicht zu halten müssen meinen, entsetzt. Und zeugt von dem moralischen Defizit, das den tonangebenden politisch-medialen Komplex prägt.

29/07/2026
Schau nur genau hin,  , wenn Du mal wieder so tust, als habe Polen allein unter den Verwerfungen des XX. Jahrhunderts ge...
05/07/2026

Schau nur genau hin, , wenn Du mal wieder so tust, als habe Polen allein unter den Verwerfungen des XX. Jahrhunderts gelitten…!

Am 4. Juli 1946, vor 80 Jahren, kam es in Kielce zu einem der tragischsten Ereignisse der polnischen Nachkriegsgeschichte: einem Pogrom an jüdischen Überlebenden der Shoah.

Die Gewalt ereignete sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs; Polen stand zu diesem Zeitpunkt bereits unter kommunistischer Herrschaft. Das Pogrom von Kielce löste unter Jüdinnen und Juden in Polen Panik und Entsetzen aus, trug maßgeblich zur größten Auswanderungswelle jüdischer Überlebender aus dem Nachkriegspolen bei und beschädigte das internationale Ansehen Polens erheblich. Der polnische Präsident L**h Kaczyński bezeichnete es später als „eine Schande für Polen“.

Den Anfang der Ereignisse bildete das Verschwinden des achtjährigen Henryk Błaszczyk von zu Hause. Der Junge hatte sich ohne Wissen seiner Eltern bei Verwandten auf dem Land aufgehalten. Als er am 3. Juli nach Hause zurückkehrte, erzählte er aus Angst vor einer Strafe, er sei von Juden aufgegriffen und in einem Keller festgehalten worden. In seinem Umfeld wurde diese Erzählung rasch mit antisemitischen Legenden über die Entführung christlicher Kinder und den sogenannten Ritualmord verbunden.

Am Morgen des 4. Juli „erkannte“ Henryk das Haus in der ul. Planty 7/9 wieder, in dem mehr als hundert jüdische Überlebende wohnten und in dem sich das Jüdische Komitee befand. Keller gab es in dem Gebäude jedoch nicht. Das Gerücht über einen vermeintlichen Ritualmord verbreitete sich daraufhin blitzschnell in der Stadt, und vor dem Haus in der ul. Planty begann sich eine feindselige Menge zu versammeln.

Zum Katalysator des Pogroms wurde auch das Verhalten staatlicher kommunistischer Formationen. Die an den Ort entsandten Soldaten und Milizionäre brachten die Situation nicht etwa unter Kontrolle; im Gegenteil, einige von ihnen beteiligten sich selbst an der Gewalt. Als Militärangehörige das Gebäude auf der Suche nach Waffen betraten, fielen im Inneren Schüsse. Unter den von Militärangehörigen Ermordeten war auch Dr. Seweryn Kahane, der Vorsitzende des Jüdischen Komitees in Kielce.

Jüdinnen und Juden wurden gewaltsam aus dem Gebäude geführt und der Menge ausgeliefert. Sie wurden geschlagen, beraubt und ermordet. Als das Gerücht vom „Ritualmord“ das Kielcer Metallwerk „Ludwików“ erreichte, machten sich mehrere Hundert bewaffnete Arbeiter auf den Weg in die ul. Planty. Damit begann die zweite, blutigste Phase des Pogroms.

Erst am Nachmittag gelang es, die Situation schrittweise unter Kontrolle zu bringen. Eine militärische Intervention und die Einrichtung eines Schutzes um das Gebäude verhinderten zunächst jedoch keine weiteren Gewalttaten. Diese endeten schließlich erst am Abend mit der Einführung einer Ausgangssperre. Die Welle antijüdischer Gewalt griff auch auf andere Teile der Stadt sowie auf Züge über, die durch Kielce fuhren.

Aufgrund der unvollständigen Dokumentation ist eine endgültige Bestimmung der Zahl der Todesopfer schwierig. Es gibt mindestens fünf Opferlisten des Pogroms, auf denen zwischen 39 und 52 Namen verzeichnet sind. Die Ereignisse in Kielce lösten unter Jüdinnen und Juden in Polen Panik und Entsetzen aus und wurden zu einem wichtigen Impuls für die Auswanderung vieler Überlebender aus dem Land.

Bis heute bleiben die Umstände und Ursachen des Pogroms von Kielce Gegenstand historischer Forschung und öffentlicher Debatte. Diskutiert wird auch die Hypothese einer möglichen Provokation durch das kommunistische Regime, die der Legitimierung seiner Herrschaft dienen sollte. An der Verantwortung der Täter ändert diese bis heute nicht abschließend geklärte Frage jedoch nichts: Niemand wurde gezwungen, sich an antisemitischer Gewalt zu beteiligen.

Der Umgang der Nachkriegsjustiz mit dem Pogrom ergibt ein komplexes Bild. Bereits wenige Tage nach der Tat kam es zu einem ersten, im Schnellverfahren geführten Prozess: Zwölf Personen wurden vor ein Militärgericht gestellt, neun von ihnen zum Tode verurteilt und kurz darauf hingerichtet. Die sehr schnelle Vollstreckung dieser Urteile sorgte auch deshalb für Unmut, weil der am 9. Juli 1946 zum Tode verurteilte ehemalige Reichsstatthalter im Wartheland, Arthur Greiser, zu diesem Zeitpunkt noch am Leben war. Greiser wurde erst am 21. Juli 1946 in Poznań hingerichtet.

Dies kontrastiert unter anderem mit dem Umgang mit deutschen Einsatzgruppen-Tätern nach 1945 und in der späteren Bundesrepublik: Im Einsatzgruppen-Prozess vor einem US-Militärgericht in Nürnberg wurden zwar 14 Todesurteile ausgesprochen, doch nur vier davon wurden tatsächlich vollstreckt gegen Täter, deren Einheiten für die Ermordung von Zehn- bis Hunderttausenden Jüdinnen und Juden verantwortlich waren.

In weiteren Verfahren in Polen standen auch Zivilisten, Soldaten, Milizionäre und Vertreter des Sicherheitsapparats vor Gericht. Zugleich waren diese Ermittlungen und Prozesse stark politisiert, von Rechtsverletzungen begleitet und ließen zentrale Fragen nach der Verantwortung staatlicher Stellen im kommunistischen Polen weitgehend offen. Von Beginn an ging es den kommunistischen Machthabern auch darum, den Pogrom dem antikommunistischen Untergrund anzulasten.

Wie bereits erwähnt, begab sich der polnische Präsident L**h Kaczyński 2006 nach Kielce und verurteilte das Pogrom dort scharf. Dies war eine wichtige Station der öffentlichen Reflexion über Kielce in der polnischen Erinnerungskultur. Bis heute erscheinen neue Bücher und Studien zu diesem Thema.

Foto: Jerzy Baranowski/PAP/picture alliance

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