19/11/2025
----- SIND DIE NICHT NIEDLICH? -----
Nachwuchs bei den Sibirischen Tigern im Serengeti-Park
Hodenhagen: Der Serengeti-Park Hodenhagen freut sich über Nachwuchs bei den Sibirischen Tigern! In der Nacht vom 23. auf den 24. September hat Tigerdame Anastasia (8) Drillinge zur Welt gebracht, Vater der Jungtiere ist der Kater Nanu (6).
Die beiden Sibirischen Tiger Anastasia und Nanu leben seit 2020 in Hodenhagen und hatten bereits 2023 ihren ersten Nachwuchs. Damals waren es Zwillinge. Obwohl Anastasia damit schon eine erfahrene Mutter ist, galt in den ersten Woche dennoch besondere Vorsicht im Tigerhaus. Zunächst hat nur ein kleiner Kreis des Teams das Tigerhaus betreten und auch nur, um die nötigsten Arbeiten zu verrichten. Jede unnötige Aufregung für die Mutter sollte vermieden werden, damit sie sich uneingeschränkt um ihre Jungtiere kümmern kann.
Inzwischen kann der Park erleichtert verkünden: Anastasia ist eine liebevolle und beschützende Mutter, die ihre Kleinen gut umsorgt. Alle drei Tiger sind wohlauf und entwickeln sich prächtig. Das bestätigte nun auch die ersten Untersuchung der Zootierärzte.
Bei dem Check konnten auch die Geschlechter festgestellt werden: Es handelt sich um einen Kater und zwei Katzen.
Wann die Drillinge die Außenanlage erkunden und dann auch regelmäßig von Besuchern gesehen werden können, ist wetterabhängig und wird auf jeden Fall noch einige Wochen dauern.
Der Sibirische Tiger gilt als größte lebende Katze der Erde und ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft.
„Um diese einzigartige Katze zu retten, sind wir mit unseren Tieren Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP. Wir sind daher besonders stolz auf unseren zweiten großartigen Zuchterfolg der Sibirischen Tiger!“, erklärt Dr. Fabrizio Sepe, Inhaber und Geschäftsführer des Serengeti-Parks.
Hintergrund zu Sibirischen Tigern:
Im Gegensatz zu seinen tropischen Verwandten bewohnt diese Tigerart kalte Klimate. Ursprünglich lebten die Tiger in einem riesigen Gebiet im Amur-Becken und angrenzenden Regionen zwischen dem Baikalsee im Westen und dem Japanischen Meer im Osten. Das heutige Verbreitungsgebiet ist durch die massive Einflussnahme des Menschen nur noch etwa 200.000 Quadratkilometer groß. Die letzten Sibirischen Tiger gibt es nur noch im Osten Russlands und im angrenzenden Nordosten Chinas.
Massive Bejagung der Tiger und ihrer Beutetiere sowie die großflächige Zerstörung ihres Lebensraumes minimierten die Tigerpopulation in den 1940er Jahren auf etwa 30 bis 40 Individuen. Durch intensive Schutzmaßnahmen ist es gelungen, den Wildbestand inzwischen auf etwa 500 Tiere zu erhöhen.
Serengeti-Park Hodenhagen