18/06/2020
DEUVET Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e.V. gegen allgemeine Fahrverbote für Motorräder
"Wehret den Anfängen" ist kein lockerer Spruch, sondern manchmal bittere Realität.
Allgemeine Fahrverbote mit der Bestrafung ganzer Gruppen wegen einzelner uneinsichtiger Personen im Bereich der individuellen Mobilität lehnen wir ab.
Der DEUVET Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e.V. hält nichts von Fahrverboten für einzelne Fahrzeugkategorien. Jede Einschränkung der individuellen Mobilität ist nicht im Einklang mit der persönlichen Freiheit des mündigen Bürgers in einer Demokratie. Auch dürfen nicht ganze Segmente oder Branchen diskriminiert werden, weil einzelne Personen sich nicht an bestehende Regeln halten. Schon mit der durch eine Initiative des DEUVET erreichte Freistellung von historischen Nutzfahrzeugen vom Sonntagsfahrverbot für LKW konnte ermöglicht werden, dass solche Zeitzeugen des historischen Mobilität weiter auf Treffen und Ausstellungen dem interessierten und begeisterten Publikum präsentiert werden können.
In Deutschland waren am 1.1.2020 rund 16.000 motorisierte Zweiräder mit einem Alter über 30 Jahren zugelassen. Die Jahresfahrleistung liegt eher noch unter der ohnehin geringen Gesamtstrecke von unter 3.000 Kilometern, die der Besitzer eines Oldtimer-PKW im Durchschnitt in der Saison zurücklegt. Tuning und Auspuffanlagen mit Klappensteuerung gibt es in diesem Segment nicht, trotzdem können einzelne wenige alte Motorräder auch mal laut sein. Beschleunigungsrennen werden mit den wertvollen Oldies aber nicht durchgeführt.
Um eine weiterführende Diskussion anzustoßen, hat der DEUVET das Thema Fahrverbote für Motorräder für die nächste Sitzung des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut PAK des Deutschen Bundestags in Berlin am 3. Juli 2020 vorgeschlagen.