29/09/2026
Mann in Berlin direkt vor Polizeiwache aus Fahrzeug angeschossen – GdP-Landeschef Weh: „Eine Dimension, die niemand mehr schön reden kann“
Aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug haben Unbekannte in der Nacht zu Montag um 2 Uhr in Berlin-Moabit einen Mann angeschossen. Der Vorfall soll sich laut Polizei direkt gegenüber dem Polizeiabschnitt A27 ereignet haben. Der Mann erlitt eine Schussverletzung im Bein und kam ins Krankenhaus, wo er operiert wurde, sagte ein Sprecher der Polizei.
Die Hintergründe der Tat in der Perleberger Straße seien noch unklar. Zur Frage nach der Schwere der Verletzungen konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.
„Die fortschreitende Entwicklung ist besorgniserregend“, sagt Stephan Weh, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Zwar sei es nicht Neues, dass auf Berlins Straßen Schüsse fallen, aber „dass hier jemand einen Menschen direkt vor einem Polizeiabschnitt skrupellos niederschießt, zeigt eine Dimension, die niemand mehr schön reden kann.“
„Wir haben eine Durchbewaffnung der Szene, international agierende Banden sehen Berlin als Biotop, in welchem man mit Waffengewalt Geschäftsfelder neu ausloten kann. Wer hier von Abrüstung der Polizei spricht, hat den Verstand verloren“, sagt Weh. Er fordert mehr Investitionen in Personal und Technik sowie endlich Gesetzesverschärfungen auf Bundesebene, wie die Heraufstufung vom Umgang mit illegalen Waffen zum Verbrechenstatbestand.
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https://www.tagesspiegel.de/berlin/dpa-mann-in-berlin-aus-fahrzeug-angeschossen--direkt-vor-polizeiwache-16100539.html