21/06/2025
Kürzlich war Julietta in Kirgistan unterwegs, unter anderem am Hochgebirgssee Son Kul.
Anfang Juni ziehen die Nomaden mit ihren Herden und Sack und Pack hinauf zum See, wo sie den Sommer verbringen. Den ganzen Sommer lang können die Pferdeherden hier das saftige Gras weiden.
„Wenn sich ein Pferd erinnern und fantasieren kann, dann malt es sich bestimmt - daran glaube ich fest - während der kalten Wintermonate die Jahreszeit aus, in der es frei über Hänge und durch rasch dahinfließende Bergflüsse laufen könnte. Die Herde weidet in einer Fülle von saftigen Gräsern und in sattem Grün. Die Pferde erleben Wind, Wetter und Hagel, bewegen sich unter einem riesigen nächtlichen Sternenzelt unter herrlichen Regenfällen, die ihren Körper waschen.“
Djingis Aitmatov, Kindheit in Kirgisien: Autobiographische Erzählungen