November 1380 hat der Rat der Stadt einen Erlass herausgegeben, der jeden Bierbrauer zum Besitz eines Keller verpflichtete, der "sechzehen schuch tieff und zehen schuch weit" war. Kühle Temperaturen für die Gärung des Bieres waren das Eine - bombensichere Zuflucht im Zweiten Weltkrieg das Andere, was die Keller den Bewohnern Nürnbergs über die Jahrhunderte so alles zu bieten hatten. Und jede Menge
Gurken gab es da unten auch noch (mehr dazu erfahren Sie im Rahmen unserer Führungen). In geheimen mittelalterlichen Tunneln wie der sogenannten "Lochwasserleitung" wurde schon vor langer Zeit Wasser gewonnen. In den Kasemattengängen in den Festungsmauern der Nürnberger Burg kann man die Verteidigungsanlagen aus der Renaissance bestaunen und erleben, was für einen Tunnelblick die Schützen damals hatten, wenn sie durch die Schießscharten feuern mussten. Im "Historischen Kunstbunker", einem weiteren alten Bierkeller, wurden während des Zweiten Weltkrieges die Kunstschätze aus den Museen und Kirchen sicher vor den Bomben eingelagert. Hier entstand, mit Klimatisierung und Notstromversorgung bestens ausgestattet, eine deutschlandweit einmalige Luftschutzanlage direkt unter der Nürnberger Kaiserburg.