31/07/2020
Darf gerne geteilt werden =) Unser Statement zu den vielen negativen Kommentare und Co. auf Facebook die letzten Tage .....
Die Nürnberger Sommertage:
Ferienvergnügen für die ganze Familie – am liebsten Zuhause in unserem schönen Nürnberg!
An verschiedenen Plätzen in Nürnberg, also über die Stadt verteilt, stehen Schaustellergeschäfte und laden zum Stadtbummel ein.
Dabei hat Sicherheit, Hygiene, Gesundheit oberste Priorität!
Jeder Betrieb hat ein eigenes individuelles Hygienekonzept. Es gibt getrennte Ein- und Ausgänge, die durch Markierungen und Beschilderung gekennzeichnet sind.
Es werden die Betriebsabläufe angepasst, so dass es nicht zu einem Kreuzverkehr der Kunden*innen kommt.
In den Geschäften herrscht Mundschutzpflicht für die Besucher*innen, auch das Personal muss Mundschutz tragen, sofern es nicht durch Spuckschutz geschützt ist. Hier gelten die Regeln des Einzelhandels.
Die Gastronomiebetriebe sind umzäunt, es dürfen nur so viele Gäste den Betrieb betreten wie Sitzplätze vorhanden sind.
In den Gastronomiebetrieben gibt es zur Nachvollziehbarkeit eine Registrierungspflicht, entweder per QR-Code oder manuell. Hier gelten die Hygieneregeln der Gastronomie.
Es werden keine Spirituosen und keine Cocktails ausgeschenkt.
Es sind große Planen aufgestellt, die auf die Hygieneregeln hinweisen.
Es sind an jedem Geschäft Tafeln angebracht, die ebenfalls auf die Hygieneregeln hinweisen.
Ein eigens beauftragter Wachdienst wird dafür sorgen, dass keine Ansammlungen entstehen.
Die Fahrgeschäfte haben die Betriebsabläufe angepasst. Beim Autoskooter wird es z.B. nur einen Eingang geben und einen Ausgang. Es ist nicht erlaubt, sich am Autoskooter aufzuhalten, dafür sorgt das beauftragte Sicherheitspersonal. Es gilt: Fahrgeschäft betreten, Ticket kaufen, einsteigen, fahren, Fahrgeschäft verlassen. Es wird auf dem Fahrgeschäft selbst keine Wartebereiche geben. Am Autoskooter sind Aufenthaltsflächen gesperrt, auch auf den Stufen kann man nicht sitzen.
Alle Betriebe sorgen für regelmäßige Desinfektion aller relevanten Flächen. Alle Betriebe halten Handdesinfektion vor.
Die Fahrgeschäfte nutzen Einmaltickets oder desinfizieren alternativ die Fahrchips nach jedem Gebrauch.
Bei Bedarf fordern die Fahrgeschäfte die Besucher über Durchsagen auf, Hygieneregeln und Abstandsregeln unbedingt einzuhalten.
Sie sehen also, für Gesundheit und Sicherheit der Besucher*innen wurden alle Vorkehrungen getroffen. Das gilt natürlich auch für die Gesundheit der Schausteller und ihrer Mitarbeiter.
Über die genannten Maßnahmen hinaus gibt es viele weitere individuelle Maßnahmen der einzelnen Betriebe. Alle Beschicker mussten sich einer Hygieneschulung durch einen Fachmann unterziehen. Auch das Personal wird eingewiesen. Das wird dokumentiert.
Auch in den Toiletten gelten natürlich die Vorgaben Mundschutz und Abstand. Das Toilettenpersonal sorgt für Einhaltung der Vorgaben.
An den Waschbecken sind Vorgaben zum korrekten Händewaschen angebracht. Auch Desinfektionsmittel werden bereitgestellt.
Bei manchen Menschen ist offenbar der Eindruck entstanden, dass die Schausteller mit diesem Format „Sommertage“ gegenüber anderen Branchen bevorzugt werden. Dem Schaustellerverband und seiner Vorstandschaft wird Lobbyarbeit vorgeworfen, oft liest man persönliche Ressentiments aus einigen Posts heraus.
Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:
Gute Lobbyarbeit ist ja erstmal nicht verwerflich. Es ist aber schon so, dass diese Lobbyarbeit nicht nur den Schaustellern zugutekommt, sondern der ganzen Stadt mit ihren Menschen... für den Einzelhandel, die Gastronomie, für die Dienstleister, für die Lieferanten, ÖPNV und natürlich für die Familien, die in diesem Jahr nicht in Urlaub fahren werden. Wenn also die Schausteller pleitegehen, gehen viele andere leider mit ihnen pleite. Da hängen also sehr viele Arbeitsplätze dran und nicht zuletzt auch Steuereinnahmen für die Stadt, ohne die auch das städtische Budget, das für KiTas, Schulen, öffentliche Einrichtungen, Straßen, Grünanlagen etc. benötigt wird, deutlich schrumpfen würde.
Es ist also im allgemeinen Interesse, dass jetzt möglichst viele Branchen wieder auf die Beine kommen... natürlich unter der gebotenen Sorgfalt und Hygieneauflagen, die selbstverständlich strengstens kontrolliert werden (sh. oben)
Die Gesundheit steht für uns alle an oberster Stelle!
Die gesamte Vorstandschaft des Schaustellerverbandes – die übrigens ausnahmslos ehrenamtlich arbeiten!!! – hat sich seit vielen Wochen bis zur Erschöpfung dafür eingesetzt, dass die Schausteller wieder arbeiten dürfen.
Das Schaustellergewerbe hatte seit Ende der Weihnachtsmärkte keine Einnahmen mehr und unterlag seit Beginn der Pandemie quasi einem Berufsverbot. Der von vielen als die bessere Lösung erachtete temporäre Freizeitpark auf dem Volksfestplatz wurde von der Staatsregierung leider so nicht genehmigt. Die Stadt Nürnberg regte daher das nun umgesetzte Format der Nürnberger Sommertage mit mehreren Spielorten über die Stadt verteilt an.
Damit soll dem Einzelhandel und der Gastronomie auf die Beine geholfen werden, aber auch die Kultureinrichtungen in der Stadt werden damit unterstützt.
Mit der Aufteilung auf mehrere Spielorte sollen auch die vorhandenen Brennpunkte wie z.B. Köpfleinsberg und Tiergärtnertorplatz entzerrt werden. Durch ein breiteres Angebot für die Menschen wird dafür gesorgt, dass sich die Menschen nicht auf einzelnen wenigen Standorten ansammeln.
In die Sommertage ist Erlebnis Nürnberg und der lokale Einzelhandel eingebunden und das Kulturreferat der Stadt Nürnberg sowie etliche Nürnberger Museen und die Stadtbibliothek. Die Sommertage konzentrieren sich also nicht auf die Spielorte der Schausteller, sondern verteilen sich auf die gesamte (Innen-)Stadt.
Viele Familien fahren in diesem Jahr wegen Corona nicht in den Urlaub, aus welchem Grund auch immer. In Nürnberg finden Sie mit den Sommertagen ein breites Angebot für Familien mit Kindern.
Partypeople sind nicht angesprochen, schon alleine die Öffnungszeiten (bis 21 Uhr bzw. Fr. /Sa bis 22 Uhr) sprechen dagegen.
Schon Kirchweihen finden seit Jahrhunderten FÜR die Menschen rund um die jeweilige Kirche statt. Kirchweihen und Volksfeste sind Orte, die Menschen zusammenbringen, egal welcher Nationalität, Religion oder welchen Geschlechts. Viele Veranstaltungen in der Innenstadt können in diesem Jahr nicht stattfinden, darunter die Blaue Nacht, das Bardentreffen, das Altstadtfest oder der Trempelmarkt. Die Sommertage sollen hierfür eine kleine Alternative bieten.
Auch auf den Anwohnerschutz wird geachtet. Wir tun alles, um die Anwohner möglichst wenig zu belasten. Die Fahrgeschäfte dürfen keine Hupen oder markanten Signale erzeugen, es darf maximal leise Chillout-Musik in Zimmerlautstärke gespielt werden. Das ist vertraglich festgelegt. Während der Messen der Kirchen, während der Chorproben und Führungen darf überhaupt keine Musik gespielt werden. Das sind nur Beispiele für die strikten Regelungen, die für die Schausteller für die Sommertage gelten. Im Übrigen gibt es auch auf dem Volksfestplatz Anwohner. Mit diesen steht der Schaustellerverband in engem Kontakt, um so eventuell auftretende Ärgernisse schnellstmöglich ausräumen zu können. Der Schaustellerverband tut also alles, um die Sommertage für alle zu angenehmen Tagen zu machen und hofft, dass auch die Erfahrungen der Anwohner der Sommertage positiv sein werden.
Familie Wolf sowie das Team vom Break Dance Wolf