Wildtier-Führungen Toni Wegscheider

Wildtier-Führungen Toni Wegscheider Wildtierführungen in den Berchtesgadener Alpen und Umgebung

Auf Wanderungen in den Berchtesgadener Alpen und deren Umgebung können Sie Steinadler, Murmeltiere, Steinböcke und viele andere Tierarten beobachten, ihre Lebensweisen kennen lernen und ihr Verhalten studieren. Angeleitet werden Sie dabei von einem erfahrenen Biologen, fundierten Gebietskenner und geprüften Bergwanderführer des Deutschen Alpenvereins.

Für eine Reportage von ARTE durfte ich kürzlich bei der Nekropsie eines toten Gänsegeiers im IREC. Instituto de Investig...
09/03/2024

Für eine Reportage von ARTE durfte ich kürzlich bei der Nekropsie eines toten Gänsegeiers im IREC. Instituto de Investigación en Recursos Cinegéticos teilnehmen. Der Vogel wurde stark abgemagert und geschwächt aufgegriffen und ist trotz Behandlung in einer Auffangstation nach wenigen Tagen gestorben. Die Todesursache konnte bei der Untersuchung überraschend schnell und klar ermittelt werden: Im Magen befand sich zwischen Hirschhaaren ein Stück Blei von einem Jagdgeschoss. Eine tödliche Bleivergiftung war schon aufgrund einiger Symptome zu erwarten, aber so eindeutig ist das selbst für die spanischen Experten nicht immer zu beweisen.

Leider sterben täglich weltweit unzählige Greifvögel wenn sie an Aas fressen das mit Resten von Bleimunition kontaminiert ist. Die Splitter können mit dem Schnabel nicht aussortiert werden, landen im Magen und vergiften den Vogel nach und nach. Das giftige Schwermetall führt unter anderem zu Störungen der Atmung und der Verdauung, die Greifvögel verhungern und ersticken also kläglich. Und das obwohl es längst bestens geeignete bleifreie Munitionsalternativen gibt, für deren Verwendung sich der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) stark einsetzt.

Und selbst wenn jemandem das Schicksal dieser Vögel egal sein sollte: Auch für den Menschen ist Blei giftig und verursacht u.a. eine gestörte Gehirnentwicklung, verringerten IQ und erhöhte Aggressivität (z.B.: https://www.iflscience.com/lead-is-still-causing-millions-of-lost-iq-points-and-millions-of-deaths-71131). Daher wurde Blei in Farben, Benzin, Lebensmitteln usw. längst verboten, aber in Wildfleisch darf es immer noch enthalten sein! Besonders Schwangeren, Stillenden und Kindern wird deswegen vom Bundesinstitut für Risikobewertung komplett von Wildkonsum abgeraten. Erkundigt euch also unbedingt vor dem Kauf und Verzehr von Wildbret beim Händler oder Wirt nach der Herkunft der Ware. Völlig unbedenklich ist zum Beispiel Fleisch von den Bayerische Staatsforsten die zum Schutz von Greifvögeln nur noch bleifrei schießen. Und alle Jagdscheinbesitzer unter euch oder in eurem Freundes- und Familienkreis sollten unbedingt ebenfalls auf unschädliche Alternativen umsteigen, sonst vergiftet man schleichend mit einem eigentlich hochwertigen Lebensmittel sich und sein Umfeld. Entgegen der landläufigen Meinung lassen sich die kleinen Splitter nämlich nicht vollständig ausschneiden, sondern sitzen oft tief im Gewebe und werden mitverzehrt. Mahlzeit.

Ein großes Dankeschön an Prof. Rafael Mateo und Dr. Marta Herrero für die Einblicke in ihre wichtige Arbeit!

Für alle Interessierten in der Chiemsee-Region: Am 14. März um 19:00 darf ich in der LBV Umweltstation Wiesmühl für den ...
23/02/2024

Für alle Interessierten in der Chiemsee-Region: Am 14. März um 19:00 darf ich in der LBV Umweltstation Wiesmühl für den Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) einen Vortrag über unsere gemeinsam mit dem Nationalpark Berchtesgaden durchgeführten Bartgeierauswilderungen halten. Neben dem bisherigen Projektverlauf, Grundsätzlichem über den Bartgeier als Art und den Wanderungen der ausgewilderten Vögel wird es u.a. auch um die Entwicklung dieses tollen Vogels im gesamten Alpenraum gehen. Vielleicht seh ich jemanden von euch ja dann in Wiesmühl. :-)

Wer mich morgen Vormittag spontan und kostenlos zu den Bartgeiern hinauf begleiten möchte, es wären noch Plätze frei. Da...
14/08/2022

Wer mich morgen Vormittag spontan und kostenlos zu den Bartgeiern hinauf begleiten möchte, es wären noch Plätze frei. Dagmar und Recka sind momentan meistens sehr schön bei ihren Erkundungsflügen zu beobachten, immer wieder spektakulär.

Wir wandern zu Dagmar und Recka! 😍 Habt ihr auch Lust? Dann kommt mit Toni Wegscheider, Bartgeierexperte und Vorsitzender unserer Kreisgruppe, ins Klausbachtal!
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Wir treffen uns am 15.08.2022 um 9 Uhr am Klausbachhaus, der Infostelle des Nationalparks. Der Aufstieg zum Beobachtungspunkt in Richtung Halsalm dauert ca. 1 Stunde.
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Wir bitten um eine Anmeldung unter [email protected]
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Wir wünschen euch viel Spaß und gute Sicht 🙃👍

📸 Markus Leitner

19/03/2022

Noch kein Fernsehprogramm für’s Wochenende? 📺

Am 20.03. um 17:00 Uhr ist unser Bartgeierexperte Toni Wegscheider als Studiogast bei „1, 2 oder 3“ zu sehen.

Warum das Oberthema „Pfui“ heißt, welche ekligen Sachen im Tierreich zu finden sind und was Geier damit zu tun haben erfahrt ihr am Sonntag im KIKA!

21/10/2021

🦅 Bavaria ist auf Reisen 🎒 und ihr könnt sie dank GPS auf unserer Webseite begleiten!

Als erste der beiden ausgewilderten Bartgeier hat Bavaria den Nationalpark verlassen. Nach drei Monaten der Übungsflüge ist sie am 17. Oktober ihrem Wandertrieb gefolgt und hat einen bereits hunderte Kilometer langen Flug in die Ostalpen begonnen. 🦅

Wir mussten in den letzten Wochen immer öfter scherzhafte Fragen von Geierfans beantworten, ob wir Wally und Bavaria zu gut füttern würden. 😄

Dass beide Geier sich nach ihrem Erstflug noch über drei Monate im weiteren Umfeld der Auswilderungsnische an der Reiteralm aufhielten, war nach den Erfahrungen des europaweiten Projekts eher ungewöhnlich.

Auch bei Wally gehen alle davon aus, dass sie in Kürze das bisherige Streifgebiet verlassen wird. Verfolgen könnt ihr die Routen der beiden hier: www.lbv.de/bartgeier-auf-reisen

29/09/2021

🦅🦅 Vom 2. bis 9. Oktober finden die jährlichen Internationalen Bartgeierbeobachtungstage im gesamten Alpenraum statt. Wenn ihr in diesem Zeitraum auf einer Bergtour in den bayerischen oder österreichischen Alpen unterwegs seid: Haltet nach Wally, Bavaria und anderen Bartgeiern Ausschau und meldet sie uns! 🥾 🥾

Ganz einfach unter: www.lbv.de/bartgeier-melden

Außerdem suchen wir Freiwillige für den offiziellen Zähltag: Wer sich zutraut Bartgeier zu erkennen und bereit ist, am 2. Oktober von 9:00 bis 15:00 Uhr, mindestens von 10:00 bis 14:00 Uhr, von einem fixen, vorgegebenen Beobachtungsstandort Bartgeier zu suchen, kann auch als offizielle*r Bartgeierbeobachter*in an der Zählung teilnehmen.

Die besten Chancen derzeit einen Bartgeier in Bayern zu beobachten, bestehen neben dem Nationalpark Berchtesgaden auch in den Allgäuer Hochalpen.

Ziel der Aktionswoche ist es, das Verständnis für den Schutz der Greifvögel zu verbessern, ihren aktuellen Bestand besser schätzen zu können und Hinweise auf neue Bartgeierbrutpaare zu bekommen.

Bei aller Begeisterung für die imposanten Tiere bitte wir alle, auf bestehenden Wegen zu bleiben und auf alpine Gefahren zu achten!

Mehr Info unter: lbv.de/news/details/wally-und-bavaria-gesichtet-jetzt-bartgeier-melden/

19/08/2021
13/08/2021

Ein kleiner Flügelschlag für einen Geier, aber ein großer für den Artenschutz: In Deutschland sind erstmals Bartgeier ausgewildert worden.

06/08/2021

Die Jagd mit bleihaltiger Munition hat auf vor allem auf große und oftmals seltene Greifvogelarten entsetzliche Auswirkungen. Diese sind schon lange bekannt und gut dokumentiert. Arten wie zum Beispiel Stein- und Seeadler, Rotmilan und Mäusebussard nehmen das extrem starke Gift über Kugelgeschossfragmente in bei der Jagd im Wald zurückgelassenen Aufbruch auf. Und auch für die im Juni 2021 ausgewilderten Bartgeier Wally und Bavaria stellt bleihaltige Munition die größte Gefahr dar, wenn sie den Nationalpark Berchtesgaden verlassen.

Die gestrige Ankündigung von Michaela Kaniber, Forstministerin und Aufsichtsratschefin der Bayerischen Staatsforsten, dass ab dem ab 1. April 2022 auf der gesamten bayerischen Staatswaldfläche ausschließlich bleifreie Jagdmunition verwendet werden muss, begrüßen wir sehr!

Das berufliche Jagdpersonal der Forstbetriebe und der beiden bayerischen Nationalparks geht hier mit gutem Beispiel voran und kann zum Teil langjährige und erfolgreiche Erfahrungen mit bleifreier Munition aufweisen. Durch das Verbot von bleihaltiger Jagdmunition können viele gefährdete Vogelarten vor qualvollen und tödlichen Vergiftungen bewahrt werden.

Deshalb appellieren wir weiterhin auch an Kommunen und private Jäger, auf bleihaltige Munition zu verzichten.

In Deutschland ist in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und dem Saarland bleihaltige Büchsenmunition bereits vollständig verboten. Ein landesweites Verbot jeglicher Bleimunition gibt es in der EU bisher nur in Dänemark und den Niederlanden. Eine EU-weite, einheitliche Regelung mit einem flächendeckenden Verbot muss das Ziel sein, um weitere unnötige und qualvolle Tode vieler oftmals seltener Wildtiere endlich zu stoppen.

Mehr Infos über Blei auch unter www.lbv.de/bleifreie-jagd

24/07/2021

Der Bartgeier ist im gesamten Alpenraum längst ausgerottet. Jetzt soll der Greifvogel wieder heimisch werden. Im Nationalpark Berchtesgaden wurden zum ersten Mal zwei junge Geier ausgewildert. Gut zu wissen war bei den ersten Flugversuchen in ihrer neuen Heimat dabei.

Adresse

Am Köppelberg 8
Schönau Am Königssee
83471

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