Thüringer Porzellanstraße

Thüringer Porzellanstraße Kaolin, Feldspat & Quarz – drei Zutaten, die ein ganz besonderes Material entstehen lassen: Porzellan

14/05/2026

Genießt das Wechselbad der Natur heute und macht euch einen schönen Tag! Wir sind in Lippelsdorf von 10-17
Thüringer Porzellanstraße

Volles Haus auf Schloss Wespenstein: Mehr als 70 Gäste kamen zur Eröffnung der Sonderausstellung am Sonntag. "Das zeigt ...
10/05/2026

Volles Haus auf Schloss Wespenstein: Mehr als 70 Gäste kamen zur Eröffnung der Sonderausstellung am Sonntag. "Das zeigt uns, dass das Gräfenthaler Porzellan noch immer gefragt ist", sagte Hausherr Wolfgang Wehr. Sehr zu Freude vieler Porzelliner, die einst in den Fabriken arbeiteten und viel zu erzählen wussten: vom Arbeitsalltag in der Formerei oder Malerei, vom Geschehen in den Verwaltungen. Und sogar Gräfenthals einzige und letzte Spitzenlegerin Ilona Hoffmann-Panzter, die das Handwerk als junge Frau noch von ihrer Vorgängerin gelernt hatte, berichtete im Gespräch eindrucksvoll von ihrer so besonderen Kunst, die in aller Wert begehrt war.

Nebenan lud Porzellanmalerein Bettina Thieme zum Mitmachen ein. Wer mochte, dekorierte mit Pinsel und ruhiger Hand weißes Porzellan mit den besonderen Erdfarben aus der Morassina.

Die Vitrinen zeigen Stücke aus den Manufakturen von Carl Schneiders Erben, Wagner & Apel, Weiß Kühner & Co., AH Pröschold, Heinz & Co. und Carl Scheidig.

--

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Samstags und sonntags ab 15 Uhr
Anmeldung möglich: 0173 1695553

--
mit Wagner & Apel Porzellan und Porzellanmanufaktur Reichenbach

Gräfenthal war eine der bedeutendsten Porzellanstädte Thüringens. In den besten Jahren waren mehr als 1000 Menschen in s...
09/05/2026

Gräfenthal war eine der bedeutendsten Porzellanstädte Thüringens. In den besten Jahren waren mehr als 1000 Menschen in sechs Fabriken beschäftigt. Heute lebt die Tradition im Stadtteil Lippelsdorf fort – und im weit entfernten Reichenbach.

Eine Sonderausstellung im Museum auf Schloss Wespenstein widmet sich dieser besonderen Geschichte und zeigt zahlreiche Exponate. Eröffnet wird die Schau mit der öffentlichen Vernissage an diesem Sonntag um 15 Uhr.

Den Auftakt erlebten mehr als 50 Gäste – darunter zahlreiche Porzelliner – im Knappensaal des Schlosses bereits am Freitag: Henry Bechtoldt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins „Die Pappenheimer“ Gräfenthal, referierte zur Porzellangeschichte der Stadt.

Die begann eigentlich bereits im Jahr 1846 mit der Gründung der Porzellanfabrik Göbel am Schlossberg; doch nach nur wenigen Jahren endete die Produktion vor Ort. Erst die Herren Unger, Schneider und Hutschenreuther brachten im Jahr 1861* mit der Gründung ihrer Fabrik – später bekannt als „Carl Schneiders Erben“ – die Porzellanproduktion zurück nach Gräfenthal. Ihnen folgten „Wagner & Apel“ (1877, Ortsteil Lippelsdorf), „Weiß, Kühnert & Co.“ (1891), „AH Pröschold“ (1897), „Heinz & Co.“ (1897, Ortsteil Meernach) und schließlich „Carl Scheidig“ (1906; 1925 Übernahme der Porzellanfabrik Reichmannsdorf). **

Alle Werke fertigten überwiegend figürliches Porzellan: Darstellungen von Kindern, Handwerkern und Tieren, preußische oder französische Soldaten, Rauchverzehrer – die Liste ist schier endlos. Hinzu kam Luxusporzellan wie Vasen, Tafelaufsätze oder Leuchter. Seltener entstand auch Gebrauchsporzellan.

Die Gräfenthaler Figuren verliehen der Stadt Weltruf. Exporte gingen in beinahe jeden Winkel der Erde, insbesondere in die Vereinigten Staaten von Amerika. Goldmedaillen, die etwa „Carl Schneiders Erben“ auf den Weltaustellungen um die Jahrhundertwende für ihr „Fancy Porcelain“ verliehen wurden, unterstreichen die besondere Qualität der Produkte und der handwerklichen Produktion.

Schon im Frühjahr 1934 stellte Pröschold den Produktion ein. Die verbliebenen Betriebe wurden in der DDR zuerst verstaatlicht, dann zusammengelegt und schließlich in die „Vereinigten Zierporzellanwerke Lichte“ im „Kombinat für Feinkeramik Kahla“ eingegliedert. Die Lippelsdorfer Krone mit der Jahreszahl 1877 wurde zur gemeinsamen Marke der Gräfenthaler Werke.

Wenige Jahre nach der Wende endete die Porzellanproduktion bei „Weiß Kühnert“ und „Heinz“ bald. Erfolgreich verlief hingegen die Reprivatisierung in Lippelsdorf, wo bei "Wagner & Apel" bis heute feines Manufakturporzellan gefertigt wird.

Und im fernen Thüringer Holzland existiert sogar eine besondere Marke fort: Schon 1998 wurden die beiden Betriebsteile von „Carl Scheidig“ Teil der heutigen Porzellanmanufaktur Reichenbach; 2004 endete die Produktion im Ort, 2013 dann auch die in Reichmannsdorf. Eine exklusive Auswahl alter Formen, etwa die bekannten Sportfiguren, entstehen bis heute noch in Reichenbach am Hermsdorfer Kreuz – natürlich mit dem weltberühmten „S“ über dem Namenszug „Gräfenthal“.

Das und mehr erfahren die Besucher der Sonderausstellung im Schloss. Zur Vernissage ist außerdem die Gräfenthaler Porzellanmalerin Bettina Thieme vor Ort. Wer mag, hat an ihrem Stand die Chance, sich selbst als Malerin oder Maler versuchen.

--

Öffnungszeiten Sonderausstellung, Schloss Wespenstein:
jeweils Samstag und Sonntag, ab 15 Uhr // Kontaktmöglichkeit: 0176 96532338

--

* Das Unternehmen gab seinerzeit 1859 als Gründungsjahr an
** mehrere Unternehmen hatten wechselnde Bezeichnungen, genannt ist immer die bekannteste.

(Bild: Repro von Notgeldschein)

Am 18. Juni 1901 veranstaltete der Verband Deutscher Elektrotechniker* seinen 9. Verbandstag in Dresden. Für die Teilneh...
03/05/2026

Am 18. Juni 1901 veranstaltete der Verband Deutscher Elektrotechniker* seinen 9. Verbandstag in Dresden.
Für die Teilnehmer gab es ein Präsent, das in der Porzellanfabrik Hermsdorf produziert worden war: eine reich verzierte Delta-Glocke aus Hartporzellan.

Entwickelt wurde die Delta-Glocke 1897 in der Porzellanfabrik Hermsdorf, einer damaligen Filiale der KAHLA AG. Sie gilt bis heute als erster auf wissenschaftlichen Grundlagen konstruierter Hochspannungsisolator der Welt und als Meilenstein beim Ausbau von Freileitungsnetzen.

Das Präsent selbst ist jedoch kein funktionierender Isolator, sondern ein raffiniertes Werbegeschenk. Es könnte beispielsweise als Tintenfass genutzt worden sein und so seinen Platz als ständige Erinnerung an das besondere Produkt aus Hermsdorf auf den Schreibtischen der Elektrotechniker der damaligen Zeit gefunden haben.
Und eigentlich bewirbt das Geschenk sogar zwei Produkte: unter dem Deckel ist zudem ein Gewindekontaktfuß für hochvoltige Lampen eingeschraubt - ein weiteres Produkt aus dem Sortiment der Porzellanfabrik.

Im Jahr 1890 war die Hermsdorfer Fabrik in Betrieb gegangen, zwei Jahre später begann die Produktion von Elektroporzellan. Hermsdorf wurde zu einem der bedeutendsten Zentren der Branche weltweit - und ist es bis heute auf dem Gebiet der technischen Keramik.

Porzellanfabrik Hermsdorf GmbH

*heute: VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

10/04/2026

✨ Ein gelungener Auftakt für den Tag des Thüringer Porzellans 2026 ✨

Am 10. April wurde in der Galerie „Kunst in der Fabrik“ in Königsee / Egelsdorf feierlich der diesjährige Tag des Thüringer Porzellans eröffnet 🤍

Gemeinsam mit der Familie Neubeck-Aslan und zahlreichen Gästen durften wir einen besonderen Start entlang der Thüringer Porzellanstraße erleben. Inspirierende Einblicke, spannende Gespräche und ein wertvoller Austausch mit den Akteurinnen und Akteuren der Branche – sowie mit Staatssekretär Mario Suckert vom Thüringer Wirtschaftsministerium – machten die Eröffnung zu einem echten Highlight.

Auch kulinarisch war für Genuss gesorgt und bot den perfekten Rahmen für Begegnungen und Gespräche 🥂

Ein rundum gelungener Auftakt, der Lust auf ein Wochenende voller Porzellan, Handwerkskunst und Entdeckungen macht!

Angermuseum ErfurtDas erste städtische Museum Erfurts beherbergt einige Porzellanschätze.📍AdresseAnger 1899084 Erfurt​​​...
10/04/2026

Angermuseum Erfurt

Das erste städtische Museum Erfurts beherbergt einige Porzellanschätze.

📍Adresse
Anger 18
99084 Erfurt​​​​​​​

Programm
11./12. April | 10 - 18 Uhr Museumsöffnung
Sa, ab 14 Uhr: Alchemie ist keine Hexerei. Cosima Göpfert gibt Einblicke in die Porzellanherstellung; 15 Uhr: Dialogische Führung in der Dauerausstellung Kunsthandwerk mit Dr. Miriam Krautwurst & Cosima Göpfert
So, 11, 12, 13 Uhr: Alchemie ist keine Hexerei. (s.o.)


ART DECO Museum EisenbergDas kleinste Porzellanmuseum Deutschlands zeigt ART DECO-Porzellan aus den vier ehemaligen Porz...
10/04/2026

ART DECO Museum Eisenberg

Das kleinste Porzellanmuseum Deutschlands zeigt ART DECO-Porzellan aus den vier ehemaligen Porzellanfabriken Eisenbergs.

📍Adresse
Karl-Spahn-Straße 8
07607 Eisenberg

Programm
11./12. April | 14 - 17 Uhr
Wir öffnen das Museum!
​​​​​​​TIPP: Schaufenster-Ausstellung


Adresse

Dorfstraße 100
Seitenroda
07768

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Thüringer Porzellanstraße erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Thüringer Porzellanstraße senden:

Teilen