20/02/2026
Die Mayer-Mühle wurde 1359 erstmalig urkundlich erwähnt und ist somit mindestens 667 Jahre alt. Die Mühle gehörte der Herren von Staufen und wurde am Fuß des Schlossberg gebaut, um für die Herrschaft Korn zu malen. Doch warum gerade im Jahr 1359? Im Jahr 1359 gibt es keine großen, berühmten Schlachten oder Ereignisse, die direkt mit den Herren von Staufen beginnen – aber ein sehr wichtiges historisches Ereignis in ihrer Familien- und Herrschaftsgeschichte fand gerade in diesem Jahr statt:
📌 1359 – Verpfändung von Burg und Stadt Staufen
• Otto von Staufen, ein Vertreter der adeligen Familie der Herren von Staufen im Breisgau, verpfändete 1359 die Hälfte der Burg, der Stadt Staufen und die Mühle an Konrad Schnewlin.
→ Das bedeutete, dass die Kontrolle über einen großen Teil ihrer Besitzungen in fremde Hände ging und ihre Macht deutlich abnahm. 
🏰 Hintergrund zur Situation
• Die Herren von Staufen waren ein lokales Adelsgeschlecht im südlichen Breisgau
• Die Familie war seit dem 12. Jahrhundert Herr auf der Burg Staufen und umgab sich mit der Stadtentwicklung und regionaler Politik. 
• Bereits im 14. Jh. hatten sie wirtschaftliche Probleme (u. a. wegen Schulden, Rückgang des Silberbergbaus und Konflikten mit der Stadt Freiburg). 
⚠️ Warum die Verpfändung wichtig war
• Die Verpfändung von Burg, Stadt und der Mühle zeigt den Machtverlust der Herren von Staufen im Jahr 1359 in dieser Phase – anstelle der uneingeschränkten eigenen Herrschaft mussten sie Teile ihres Gebietes an andere Adlige abgeben. 
So kam es im Jahr 1359 zur ersten urkundliche Erwähnung, als Eintrag eines Lehns (heute Grundschuld) auf ihre Mühle. 🏰🤴👸