21/06/2026
+++ REISEBLOG +++
Odyssee auf Kreta - wenn der Traumurlaub zum Albtraum wird!
Wie ihr wisst, wollen wir euch mit unseren Berichten stets die ehrliche Meinung von uns wiedergeben. In den letzten Tagen war es hier verdächtig ruhig und das hat leider auch einen Grund. Der Urlaub hier ist nämlich eine Tortur!
Wir geben euch jetzt nur einen kleinen Einblick in das was hier alles schief läuft, denn sonst würde es den Rahmen massiv sprengen.
Vorab, das Creta Maris Resort spielt wirklich alle Stücke. Eine wunderschöne und weitläufige Anlage mit Pools, Bars, Restaurants, den wohl schönsten Strandabschnitt der Insel und sehr freundlichen und bemühten Angestellten.
Leider reichen hier bereits ein paar wenige unfreundliche Mitarbeiter, um den Aufenthalt scheiße zu machen. Diese traurige Ehre ist uns widerfahren.
Am zweiten Tag befanden wir uns bereits seit 4 Stunden bei unserem Liegeplatz am Pool. Eine schöne Doppelmatratze auf einer erhöhten Liegebank. Neben uns ein betonierter Schirmständer mit ca 45kg und dazugehörigem Sonnenschirm.
Gegen 12:15 Uhr, als die Sonne grade vollgas gab, lag Jenny mit Leonie auf der Liege und Leonie war kurz vorm Einschlafen. Plötzlich kommt einer der Poolmitarbeiter her, zieht den Schirm weg und meint "safety reasons" - was genau passieren sollte hat er uns nicht gesagt. Wir haben sofort protestiert und Leonie hat geweint, haben auf unser 9 Monate altes Baby gedeutet das nun in der prallen Sonne lag und gefragt wo wir nun einen Schattenplatz finden sollen. Denn ohne Schirm geht das nicht. Er meinte schulterzuckend, dass wir uns auf den Boden, wo alle Leute vorbeilaufen, legen sollen. Ich buche aber kein 5* Hotel um dann am Boden zu liegen.
Neben uns waren zwei österreichische Familien mit Kids, die den Poolboy fragten, ob er deppat sei, weil sie seit 5 Tagen hier sind und der Schirm immer hier stand und es nie ein Problem war.
Leonie wurde dadurch aus der Müdigkeit katapultiert und begann zu brüllen - alle Eltern wissen wie mies das ist.
Jenny wechselte in den Angry-Mom-Modus (als Ehemann kann ich hier nur raten: Lauft um euer Leben!) und ging zur Rezeption, um sich zu beschweren.
Die Gästebetreuung kümmerte sich sofort um uns und agierte hochprofessionell. Die Managerin selbst kam zu uns, entschuldigte sich für das Verhalten des Mitarbeiters, ging mit uns zum Liegeplatz und ließ sich alles aus erster Hand erklären.
Den Liegeplatz mussten wir aufgeben, da wir hier sonst gekocht worden wären, weil es eben sehr heiß war. Ansonsten waren bei dem Hauptpool, der bei unserem Zimmer und direkt am Meer liegt und unser Buchungskriterium war, keine Liegen mehr frei. Wird ja alles mit Handtüchern reserviert in aller früh, kennt ihr sicher alle schon. Wir flüchteten zum Strand, der auch heillos überfüllt war, aber wir fanden immerhin zwei Liegen und halbwegs Platz für Leonie zum Spielen. Dabei ging sie mit mir auch zum ersten Mal ins Meer und Jenny hat ein sehr schönes Erinnerungsfoto geschossen ❤️
Egal, abhaken und nach vorne blicken. Tja, leider wurde es dann richtig scheiße.
Am zweiten Tag war ich bereits um 08:15 Uhr am Pool. Zahlreiche Liegen waren reserviert und weit und breit keine Leute. Ich blieb ca 15min liegen, der Pool füllte sich und die Sonne brannte runter. Ich ging zurück ins Zimmer, um Jenny und Leonie sowie die restlichen Sachen zu holen. Am Balkon merkte ich dann, dass unsere Liegen - und zwar nur unsere! - geräumt wurden.
Sämtliche andere Liegen, die mit Handtüchern reserviert wurden, blieben unberührt. Unsere Sachen wurden in Plastiksäcke gestopft und gut sichtbar beim Poolhaus platziert - das einzige Sackerl von über 50 besetzten und nicht benutzten Liegen.
Die Managerin hat am Vortag gesagt, dass sie mit den Poolmitarbeitern redet. Das tat sie offenbar. Und nun waren wir anscheinend Persona non grata.
Dann hats mich ausghaglt. Und ein grantiger gelernter Reisebüroassistent ist alles andere als vorteilhaft für ein Hotel.
Ich ging zur Gästebetreuung und sagte "I'm not at war, I'm on holiday", schilderte den heutigen Vorfall und verlangte die Reiseleitung, da wir uns hier nicht willkommen und absolut mies behandelt fühlen und ich gemäß dem Reiserecht einen sofortigen Hotelwechsel in eine gleichwertige Anlage verlange.
Nun war die K***e richtig am Dampfen.
Es folgte abermals ein Gespräch mit der wirklich sehr netten und zuvorkommenden Managerin inkl zahlreicher Entschuldigungen. Meine persönlichen Gegenstände durfte ich netterweise selbst aus dem Plastiksackerl fischen, während der Poolboy grinsend zuschaute. Immerhin hab ich mich zu einem Augenblinzeln und einem Luftbussi für ihn hinreissen lassen.
Wir haben nun also das traurige Glück, dass wir zur persönlichen Zielscheibe weniger Mitarbeiter am Hauptpool wurden. Ned leiwand.
Und der erste Strandurlaub mit Baby wird für uns immer mit dieser Negativität in Erinnerung bleiben. Das ist nicht schön, das ist einfach nur traurig.
Die letzten Tage nutzten wir einen Mietwagen um der Anlage zu entkommen bzw um auf andere Gedanken zu kommen. Auch eher fragwürdig, dass man sowas notwendig hat in einem Resort wo man eigentlich wunschlos glücklich sein sollte.
Ich habe eine offizielle Beschwerde bei TUI als Reiseveranstalter eingebracht und gestern lange mit einem Mitarbeiter aus Deutschland telefoniert.
Gestern um 11 Uhr traf ich die TUI Reiseleiterin. Sie lies mich nichtmal ausreden und meinte, dass ich das zuhause mit TUI Austria regeln muss und sie vor Ort keinen Zugriff hat. Kompletter Bu****it, aber egal, Freundlichkeit und Lösungsorientierung aus dem Bilderbuch 👍🏼 kein Wunder warum die Branche dank solchen Leuten in Oarsch geht!
Wir freuen uns bereits riesig, wenn wir am Dienstag endlich den Flieger nach Hause betreten und hoffen, dass unser Aufenthalt schnell vorbeigeht.
So eine Einstellung sollte kein Urlauber jemals haben! Und ich hätte mir nie gedacht, dass ich mal in so einer Lage sein werde, aber ja, it is what it is.
Im Endeffekt werde ich die nächsten Tage und Wochen damit verbringen zu protokollieren warum dieser Urlaub einfach nur scheiße ist/war und was es alles zu bekriteln gibt.
In der Reisebranche gibt es die sogenannte Frankfurter Tabelle mit der man Schadensersatz geltend machen kann. Da wir hier bereits von vertaner Urlaubszeit und Unzumutbarkeit des Aufenthalts sprechen, könnte das noch ein sehr spannendes Unterfangen werden.... Zum Glück haben wir eine Reiseschutzversicherung 🤡
Ich war bereits 2017 auf Kreta und das war mit großem Abstand der beschissenste Urlaub den ich je hatte. Nun läuft es auch wieder nicht rund. Die Insel mag mich offenbar nicht.
Kein Problem, mittlerweile beruht es auf Gegenseitigkeit. Zweimal wollte ich einen Urlaub vorzeitig abbrechen, beide Male auf Kreta.
Keine Ahnung ob hier noch ein weiterer Reiseblog zu diesem Urlaub folgt oder ob wir überhaupt Videos vom Hotel machen, die Motivation ist derzeit nicht vorhanden.
Wie eingangs schon erwähnt, dass sind die nicht einzigen Sachen die hier schief laufen. Aber da werde ich heute mit dem Schreiben fix nicht fertig.
Gestern durften wir übrigens generell keine Schirme aufspannen, weil ein minimales Lüfterl wehte. Das geht noch nichtmal als Wind durch.
Also wer auf Sonnenbrände und Hitzeschläge steht, der ist in diesem Hotel absolut richtig 👍🏼 wir sind es jedenfalls nicht.
Fazit: Nach der Abreise sieht uns dieses Hotel nie wieder. Und nein, wir können es nicht weiterempfehlen! Wir können garnicht in Worte fassen wie sehr wir uns schon auf den Heimflug freuen.