21/11/2018
Die Regionen Frankreichs im Überblick – Okzitanien
Heute reisen wir in den Süden Frankreichs, nach Okzitanien.
Generelle Informationen:
Diese Region, die auf Französisch Occitanie genannt wird, besteht seit Oktober 2016 und setzt sich aus den alten Regionen Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon zusammen; ursprünglich bezeichnete der Begriff Okzitanien einmal das südliche, romanisch geprägte Drittel Frankreichs.
Die okzitanische Sprache, die dem Katalan sehr ähnlich ist, wird unter anderem auch im Nordwesten Kataloniens und einigen Alpentälern des italienischen Piemont gesprochen. In Frankreich beherrschen nur etwa 2 Millionen Menschen Okzitanisch, es wird jedoch mittlerweile an acht Akademien von Nizza bis Toulouse und Clermont-Ferrand gelehrt.
Insgesamt umfasst Okzitanien 13 verschiedene Départements, die teilweise an Spanien und Andorra grenzen. Der Verwaltungssitz der Region ist Toulouse, andere bekannte Städte sind Montpellier, Perpignan, Albi, Carcassonne, Sète, Béziers und Montauban.
Natur:
Die weiten Landschaften Okzitaniens ist geprägt von Gebirgen, großen Seen, Flüssen, Schluchten und Tälern. Im südlichen Teil der Region an der Grenze zu Spanien befinden sich die beeindruckenden Pyrenäen, in denen man wunderbar wandern gehen kann, außerdem kann man baden gehen, Bootstouren unternehmen, Kanu fahren und sogar segeln.
Sehenswürdigkeiten:
An Attraktionen gibt es in Okzitanien so Einiges zu entdecken: Zunächst wäre da die Pont du Gard, eine römische Aquädukt-Brücke, die etwa 25 Kilometer nordöstlich von Nîmes das Gard-Tal überspannt. Über ein halbes Jahrtausend flossen täglich etwa 20.000 Kubikmeter Wasser über das 45 Meter hohe Konstrukt. Wer sich für Brückenarchitektur interessiert, sollte zudem das Viaduc de Millau besichtigen, eine 2.450 Meter lange Schrägseil-Brücke über die Cevennen-Schlucht, die mit ihren sieben Pfeilern und einer Höhe von 343 Metern (an der höchsten Stelle) äußerst beeindruckend ist. Wer lieber eine schöne Aussicht über das Bergpanorama der französischen Pyrenäen genießen möchte, sollte am besten einen Ausflug zum Saint-Martin-du-Canigou, einer romanischen Abtei am Westhang des Pic du Canigou, unternehmen. Der Weg von Casteil zu dem Hochplateau führt an einem sprudelnden Wildbach entlang und durch einen schattigen Wald, was besonders im Sommer sehr angenehm ist. Oben angelangt kann man das im 11. Jahrhundert erbaute Kloster besichtigen, ein Beispiel der frühen romanischen Kunst des Mittelmeerraums. Oder man unternimmt eine Wanderung zum Pic de Nore, dem höchsten Gipfel der Gebirgsgruppe Montagne Noire. Aus mehr als 1.200 Metern Höhe hat man einen großartigen Blick über die weiten Landschaften der Region samt der höchsten Pyrenäengipfel.
Wer lieber einen entspannten Spaziergang mit einem Ausflug auf dem Flohmarkt verbinden möchte, sollte auf jeden Fall über die Promenade du Peyrou bei Montpellier zum Saint-Clément-Aquädukt laufen, der Markt findet immer samstags unter den Bögen der Wasserbrücke statt.
Wetter:
Durchschnittlich scheint die Sonne in Okzitanien 2000 Stunden im Jahr, was die Region zu einer der sonnigsten Frankreichs macht. Oft wird es schon im Frühling sehr warm, sodass man schon früh im Jahr tolle Ausflüge in der Natur unternehmen kann. Die Sommer im Süden des Landes sind häufig sehr heiß und trocken – perfekt für Strandliebhaber – und das Wetter bleibt bis weit in den Herbst hinein freundlich. In der kalten Jahreszeit kann es in Küstenregionen auch einmal zu Minustemperaturen und Schneefällen kommen, ansonsten sind die Winter eher mild.
Kulinarisches:
Eins der typischsten okzitanischen Gerichte ist „le cassoulet“ eine herzhafte Mahlzeit auf der Basis weißer Bohnen, den berühmten Haricots de Tarbes. Weitere Zutaten sind Schweine- und Schaffleisch, Toulouser Wurst sowie Gänse- oder Entenkonfit. Traditionell wird der fertige Cassoulet in einer Terrakotta-Schale, der sogenannten Cassole, serviert.
Ein anderes Gericht, das vor allem mit den Pilgern des Jakobswegs verbunden wird, ist „l’aligot“. Hierbei handelt es sich um eine Art cremiges Kartoffelpüree, die mit Sahne und viel Käse zubereitet wird – ein wahrer Genuss für alle Käsefreunde.
Auch „la garbure“, ein reichhaltiger Eintopf aus Kartoffeln, weißen Bohnen, Kohl und einer bestimmten Sorte Schinken, zählt zu den bekanntesten Gerichten Okzitaniens. Besonders hungrige Wanderer bestellen diese Mahlzeit sehr gerne, um nach einer Rast gestärkt weiterziehen zu können.
Zum Nachtisch sollten Sie in Okzitanien auf jeden Fall eine Croustade probieren, einen Blätterteigkuchen (ähnlich einem American Pie), der häufig mit Äpfeln oder Pflaumen gefüllt ist und einfach nur köstlich schmeckt. Der perfekte Abschluss eines leckeren Mittag- oder Abendessens!
Sie sehen also, Okzitanien hat Einiges zu bieten! Für weitere Informationen zu einer Reise durch den schönen Süden Frankreichs schauen Sie gern auf unserer Webseite https://frenchsidetravel.de/sudfrankreich/ vorbei und lassen Sie sich von unseren Tourvorschlägen inspirieren 😊
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Okzitanien
http://www.frankreich-experte.de/themen/okzitanien
https://www.annuaire-mairie.fr/region-occitanie.html
https://www.umfulana.de/frankreich/orte/11946-okzitanien
https://www.easyvoyage.com/france/les-plats-typiques-5442
http://cuisine.journaldesfemmes.fr/magazine/dossier/0510sudouest/plats.shtml
https://de.france.fr/de/kampagne/feelokzitanien/okzitanien-suedfrankreich-familienausfluege-in-die-natur
http://www.tourismus-okzitanien.de/homepage/sehenswertes-und-urlaubsaktivitaten/aktivitaten-und-entspannung/baden-und-spritziges-vergnugen
http://www.tourismus-okzitanien.de/homepage/entdecken/okzitanien-im-uberblick/okzitanien-pyrenaen-mittelmeer-im-uberblick/die-stimmung-landschaft-klima-menschen