Bertil W. Langenohl Tours

Bertil W. Langenohl Tours Planung und Führung von touristischen sowie thematisch orientierten Reisen in Israel
Stadtführungen Améry) anerkennt und antritt.

Mein Interesse für die Geschichte des Zionismus und des Staates Israel erwachte schon 1988 als Jugendlicher während meines Freiwilligendienstes im Kibbutz Nir Am bei Sderot. Auf einer daran anschließenden Reise durch Israel und den Sinai geriet ich in Jerusalem in die Wirren der ersten Intifada, die kurz zuvor begonnen hatte. Mein politisches und historisches Interesse an Israel vertiefte und ergä

nzte ich im Rahmen meines Studiums der katholischen Theologie in Münster durch Studien zur biblischen Zeitgeschichte (AT und NT) sowie zum jüdisch-christlichen Verhältnis nach der Shoa. Von besonderer Relevanz sind für mich dabei Fragen nach der Person, dem Leben und Wirken sowie der Botschaft Jesu im Rahmen seiner frühjüdisch-hellenistischen Umwelt; das Verhältnis von Frühjudentum und Urchristentum sowie die folgenschwere Trennung der Kirche vom Judentum ihrer Anfänge. Entsprechend gilt mein besonderes Interesse der Vielfalt und Lebendigkeit der Religionen und Konfessionen im Land, insbesondere auch des Judentums. Eine Begegnung gerade deutscher Reisender mit der Selbstverständlichkeit eines vielgestaltigen jüdischen Lebens im Land kann einen wichtigen Beitrag leisten zu einem aufmerksamen, gleichzeitig aber auch entspannten Umgang mit Jüdinnen und Juden in Deutschland. Im Rahmen meiner zehnjährigen schulischen Tätigkeit als Leiter des Israel-Projekts am Max-Ernst-Gymnasium Brühl habe ich zahlreiche Reisen mit Schülerinnen und Schülern in Deutschland und Israel geplant, durchgeführt und geleitet. Dabei kam es mir immer besonders darauf an, den deutschen Jugendlichen und ihren israelischen Partnerinnen und Partnern Gelegenheit zu bieten, sich gemeinsam mit der schwierigen deutsch-jüdischen Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich Brücken zu einer Verständigung zu bauen, die dieses schwierige Erbe nicht verleugnet, sondern es als „negatives Eigentum“ (J. Unterstützung dabei erhielt ich in Israel vor allem in Lochamei HaGetaot, dem Kibbuz der Gettokämpfer, sowie an der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem. Während meines Studiums in Jerusalem habe ich kritisch und mit besonderer Aufmerksamkeit auch die gegenwartsbezogenen, im weitesten Sinne politischen Aspekte der biblischen Archäologie und ihre Folgen registriert. Als Guide an archäologischen Stätten muss mir deshalb daran gelegen sein, wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Interessen so weit wie möglich zu trennen. Viele Gespräche mit meinen arabischen Kolleginnen und Kollegen in unserem Tourguide-Kurs anlässlich des Gaza-Krieges 2014 und seiner Folgen haben mich erneut auf die Dringlichkeit aufmerksam gemacht, das israelisch-palästinensische Verhältnis verständigungsorientiert zu thematisieren, aber auch der politischen und medialen Verzerrung des Islam zum Islamismus entgegen zu wirken. Exkursionen in die Wüstengebiete des Landes, vor allem in den „nabatäischen Negev“ und die Wildnis von Judäa, haben mir neben wunderbaren Naturerlebnissen auch einen Einblick in das faszinierende Wachsen der palästinensischen Kirche und in die monastische Spiritualität zu frühbyzantinischer Zeit verschafft. Diese möchte ich gerne weiter geben. Als erfahrungsbezogene und persönlichkeitsbildende Weise, das zu tun, betrachte ich die Begleitung und Entwicklung von Pilgerwanderreisen. Seit dem Frühjahr 2013 mache ich – oft unterstützt von einem arabischen Kollegen aus Ost-Jerusalem – immer wieder Führungen für Freunde und Bekannte, Familien und Familienverbände sowie für Schülergruppen aus Deutschland. Insgesamt fühle ich mich in meiner Arbeit einem erfahrungsbezogenen und kommunikativen Bildungsansatz verpflichtet, der die Faszination der Natur- und Kulturlandschaften, die das Land bietet, einbezieht, aber auch auf die Kraft der Begegnung mit einheimischen Persönlichkeiten und Experten setzt. Reine Unterhaltung ist meine Sache nicht.

Vor wenigen Tagen erschien im Online-Magazin "Ahavta - Begegnungen" eine weitere wichtige Rezension meines Buches "Israe...
13/03/2026

Vor wenigen Tagen erschien im Online-Magazin "Ahavta - Begegnungen" eine weitere wichtige Rezension meines Buches "Israels Schwarzer Schabbat und der Krieg in Gaza" aus der Feder des evangelischen Erfurter Pfarrers i.R. Ricklef Münnich, dem Herausgeber des Magazins. Ricklef Münnich engagiert sich seit Jahrzenten im jüdisch-christlichen Gespräch und schreibt regelmäßig über das Judentum und jüdische Themen in ihrer Bedeutung fürs Christentum. Ich bin ihm vor allem für seine kritischen Anmerkungen zum Verhältnis von Universalität und Partikularität im Judentum dankbar, auf die ich zeitnah reagieren werde.

Zwischen Empathie und Verzweiflung: Langenohls Interventionen zum Schwarzen Schabbat sind ein ehrliches Zeugnis – und verraten zugleich die Grenzen des christlichen Blicks auf Israel.

03/03/2026

Für Kommentare zur jeweils aktuellen politischen Lage im Land wechselt zu meiner privaten Seite "Bertil Langenohl".

Wenn bei uns der Tourismus einbricht, wandert der Blick in die alte Heimat zurück.
31/01/2026

Wenn bei uns der Tourismus einbricht, wandert der Blick in die alte Heimat zurück.

Eisberge auf der Elbe locken viele Schaulustige nach Geesthacht

Vorgestern, am 11. Januar 2026, starb einer der großen Archäologen dieses Landes, Gabriel Barkay. Er wurde berühmt durch...
13/01/2026

Vorgestern, am 11. Januar 2026, starb einer der großen Archäologen dieses Landes, Gabriel Barkay. Er wurde berühmt durch die Entdeckung der ältesten erhaltenen Abschrift eines biblischen Textes, des Aaronitischen Priestersegens, auf zwei Silbertäfelchen aus dem 7. vorchristlichen Jahrhundert, eingerollt zu einem am Hals getragenen Amulett. Die Geschichte des Fundes, der "sein Leben machte", von ihm selbst vor der Vitrine des Israel-Museums, in der er ausgestellt wird, erzählt zu bekommen, gehört zu den eindrücklichsten Erlebnissen meiner Ausbildung zum israelischen Reiseleiter.
Mindestens zwei weitere Male hat Gabi Barkay uns durch die archäologische Abteilung des Jerusalemer Museums geführt, einige unserer Field Tripps begleitete er. Im Kidron-Tal vor dem "Yad Avshalom" teilte ich mein Pita-Omlett mit ihm, nachdem er uns eindringlichst die kunstgeschichtliche "Unmöglichkeit" dieses Bauwerks vor Augen geführt hatte. Eine letzte Begegnung mit dem Hochbetagten hatte ich im "Davidsgrab" auf dem Zionsberg. Gabi, der auch im Alter noch als Tour Guide arbeitete, traf mit den Männern seiner kleinen Reisegruppe zur selben Zeit am Kenotaph des Königs ein wie ich mit meinen. Und selbstverständlich überließ ich es dem berühmten Professor, Geschichte und Bedeutung des Ortes in diesem winzigen Raum für beide Gruppen zu erläutern.
Ich werde Gabi Barkay in Erinnerung behalten als einen äußerst kompetenten, ernsten und ernsthaften Fachmann und Wissenschaftler mit einem gut versteckten trockenen Humor, den er meiner Projektion nach nicht nur seinem Charakter, sondern auch seiner Biographie "verdankte".
Der HERR erhebe SEIN Angesicht über ihn und schenke ihm Frieden.

The Temple Mount Sifting Project is an archaeological endeavour which sifts earth destructively and illegally bulldozed from the Temple Mount in 1999 by Muslim authorities. Since 2004, the Temple Mount Sifting Project has been sifting this soil in order to preserve, research, and publish the archaeo...

15/11/2025
Der deutsche Theologe und israelische Reiseleiter Bertil W. Langenohl erfährt vom Massaker der Hamas am Schabbat, dem 7....
15/10/2025

Der deutsche Theologe und israelische Reiseleiter Bertil W. Langenohl erfährt vom Massaker der Hamas am Schabbat, dem 7. Oktober 2023 während einer Gruppenreise in Jericho im palästinensischen Westjordanland.

Wider jede Wahrscheinlichkeit kann er die Reise trotz des Krieges, der sofort beginnt, fortsetzen und steht drei Tage, nachdem die Hamas mit ihrer Operation al-Aqsa-Flut versucht hatte, „die Juden ins Meer zu treiben“, mit seiner Offenbacher Gruppe vor der Al-Aqsa-Moschee auf dem Jerusalemer Tempelberg/Haram al-Sharif. Den Schreck, den dieser Schwarze Schabbat ganz Israel versetzt, spürt er am eigenen Leib, als er am 12. Oktober zu seiner Familie nach Ramat Gan zurückkehrt.

Die besorgte Anteilnahme und Fragen von Verwandten, Freunden und ehemaligen Reiseteilnehmer*innen, öffentliche, auch kirchliche Stellungnahmen ebenso wie die mediale Berichterstattung über den 7. Oktober und den Krieg, den er entfacht, werden ihm Anlass zu öffentlich geteilten Briefen, Kommentaren, Berichten, Überlegungen und Stellungnahmen, mit denen er das Kriegsgeschehen begleitet und versucht, in die Debatte darüber einzugreifen. Dabei erzählt er von persönlichen Gesprächen ebenso, wie er historische, politische und theologische Hintergründe des israelisch-palästinensischen Konflikts erläutert. Am Schluss wird deutlich, dass Israels demokratische Zukunft abhängt von der prekären Hoffnung der Palästinenserinnen und Palästinenser auf Frieden und Gerechtigkeit.

Bertil W. Langenohl, Israels Schwarzer Schabbat und der Krieg in Gaza. Politisch-theologische Interventionen. Münster, LIT Verlag 2025

Im Regal der Buchhandlung Poertgen-Herder in Münster steht mein Buch jetzt auch: links von Gott, knapp unterhalb des Papstes. 😇

Mein Freund Daniel aus Chicago hat mir gerade eine englische Übersetzung des Klappentextes meines Buches zugespielt, die...
01/09/2025

Mein Freund Daniel aus Chicago hat mir gerade eine englische Übersetzung des Klappentextes meines Buches zugespielt, die er im Netz gefunden hatte. Möglicherweise KI-generiert, aber treffend.

14/08/2025

Ich danke Meron Mendel für seinen Blurb - ja, so heißt das heute -, den ich leicht gekürzt als Klappentext für mein neues Buch verwenden durfte:

„In 'Israels Schwarzer Schabbat und der Krieg in Gaza' reflektiert Bertil W. Langenohl, israelischer Reiseleiter und politischer Theologe, den 7. Oktober 2023 – den Tag des Massakers der Hamas – und seine dramatischen Folgen. In einem eindringlichen Mosaik aus persönlichen Erlebnissen, theologischen Reflexionen und politischen Analysen schafft er einen Raum für Differenzierung, Empathie und intellektuelle Redlichkeit. Sein Buch richtet sich gegen moralische Gleichgültigkeit, religiöse Doppelmoral und vereinfachende Narrative – und plädiert für eine Ethik der Aufmerksamkeit jenseits ethnischer und konfessioneller Lager."

Dr. Meron Mendel, Professor für Soziale Arbeit und Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt a.M.

30/07/2025

Tschuldigung. Zu freundliches Gesicht fuer so ein ernstes Thema.

Kein Geruecht. Gibt's tatsaechlich. Auch wenn ich noch keins erhalten hab.
29/07/2025

Kein Geruecht. Gibt's tatsaechlich. Auch wenn ich noch keins erhalten hab.

Jetzt erschienen!
26/07/2025

Jetzt erschienen!

So wird's aussehen. Aber es kommt ja auf den Inhalt an. War jedenfalls mal so. Zu meiner Zeit. 🙂
17/07/2025

So wird's aussehen. Aber es kommt ja auf den Inhalt an. War jedenfalls mal so. Zu meiner Zeit. 🙂

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